Schulen : Schüler stellt "Todesliste" ins Internet

Ein Schüler aus Büsum hat eine "Todesliste" mit den Namen von Mitschülern und Lehrern ins Internet gestellt. Der Jugendliche wurde von der Polizei vernommen und dann in psychiatrische Behandlung gegeben.

Büsum - Die Liste sei seit Dienstag im Netz zu sehen gewesen, sagte ein Polizeisprecher. In der Wohnung des Schülers seien zwei Softairwaffen gefunden worden. Auskünfte zu Alter oder weiteren Details wollte die Polizei nicht machen.

Softairwaffen sind täuschend echt wirkende Nachbildungen von Schusswaffen. Sie funktionieren mit Gas- oder Luftdruck und sind relativ ungefährlich, können allerdings zum Beispiel schwere Augenverletzungen verursachen.

Nach dem Amoklauf eines 18 Jahre alten Realschülers im westfälischen Emsdetten im Herbst 2006 hatte es bundesweit vielfach Trittbrettfahrer und jugendliche Verfasser von "Todeslisten" und Amokdrohungen gegeben. So wurde Ende November in Berlin ein Schüler (17) nach der Ankündigung eines Amoklaufs festgenommen. Bei ihm fanden Polizisten ein Arsenal von 13 Softairwaffen. In Weißenburg (Bayern) wurde im Dezember ein Neuntklässler (15) in der Psychiatrie untergebracht. Der Internatsschüler hatte im Internet ein Attentat an der Schule angekündigt und versucht, sich Waffen zu kaufen. (tso/dpa)

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