Welt : Schutzengel gibt es doch

In Seoul dokumentierte eine Überwachungskamera, wie ein U-Bahn-Zug eine Mutter mit ihrem Kind über den Bahnhof schleifte

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Seoul - Es ist der Albtraum jeder Mutter. In der südkoreanischen Hauptstadt Seoul hat eine Überwachungskamera in der U-Bahn einen dramatischen Vorgang aufgezeichnet, der am Ende glimpflich ausging. Den vorliegenden Fotos und den spärlichen Informationen aus den Agenturen und dem Internet zufolge spielte sich folgende Szene ab: Eine Mutter wollte mit ihrem kleinen Sohn, der im Buggy saß, in letzter Sekunde einsteigen. Sie blieb mit dem Buggy hängen, die Tür schloss sich und klemmte den Buggy ein. Der Zug fuhr los. Es gelang der Mutter, das Kind zu greifen. Dabei blieb sie selbst mit ihrer Kleidung an dem Buggy hängen.

Mutter und Kind werden mit immer höherer Geschwindigkeit über den Boden geschleift. Eine andere Frau, die versucht hatte, die Mutter mit dem Kind festzuhalten, wird ebenfalls mitgerissen, lässt dann aber los. Die Mutter lässt das Kind fallen, damit es nicht mit ihr gegen die Wand am Ende der Station geschleudert wird. Kurz vor der Wand bringt eine Notbremsung den Zug zum Stehen.

Mutter und Kind sind wohlauf. Ihre Kleidung ist sogar noch sauber, weil die Böden in Seouls U-Bahn blitzblank sind. Unklar ist, warum der Zug ohne geschlossene Tür anfahren konnte. In Berlin könnte der Zug nicht anfahren. Berlin hat vor einigen Jahren alte ausgemusterte U-Bahn-Züge nach Korea geliefert. Diese waren in den Vorfall aber nicht verwickelt. Die Berliner Waggons gingen nicht nach Seoul, sondern nach Pjöngjang, in die Hauptstadt Nordkoreas. os

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