Schweinegrippe : Die WHO sieht kein Ende der Influenza

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft zur Eile bei der Entwicklung eines Impfstoffes gegen den H1N1-Virus auf. Es sei kein Rückgang der Schweinegrippe in Sicht.

Die Amerikanische Grippe, die auch als Schweinegrippe bezeichnet wird, ist nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht zu stoppen. Daher appellierte die UN-Organisation an die Pharmahersteller, an einem Impfstoff gegen den H1N1-Virus zu arbeiten.

Die USA wollen offiziellen Angaben zufolge zusätzlich 884 Millionen Dollar für den Kauf von Inhaltsstoffen für ein Impfmittel ausgeben. Bisher sind für den Kauf von Impfstoffen und in die Anschaffung von Mitteln zur Stärkung des Immunsystems 932 Millionen Dollar investiert worden.

Die Amerika-Influenza ist die erste weltweite Epidemie des 21. Jahrhunderts. Schätzungsweise mehr als eine Million Menschen haben sich damit angesteckt. Inzwischen sind mindestens 500 Todesfälle bekannt. Die meisten Infektionen seien mild verlaufen, hieß es bei der WHO.

Die Symptome gleichen der einer normalen Grippe. Dazu gehören Fieber, Husten und Probleme beim Atmen. Auch Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen können auftreten.

Am Montag starb ein neugeborener Junge, dessen Mutter Dalilah Mimouni vor zwei Wochen an dem H1N1-Virus gestorben war. Sie war die erste Tote in Spanien gewesen. Ihr Baby hatte sich auch infiziert, war aber auf dem Weg der Genesung. Sein Tod hatte nichts mit der Infektion zu tun.

Auch Deutschland bereitet sich auf ein nationales Impfprogramm vor. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt will in der kommenden Woche entscheiden, für welche Bevölkerungsgruppen eine Schutzimpfung gegen die Amerikagrippe empfohlen wird. "Das Durchschnittsalter der Betroffenen ist mit 23 Jahren ungewöhnlich niedrig", hatte die Ministerin Ende Juni bei der Gesundheitsministerkonferenz der Länder gesagt. Vor diesem Hintergrund müsse die gängige Praxis, vor allem ältere Menschen zu impfen, überdacht werden.
 

Quelle: ZEIT ONLINE, bm, dpa, Reuters

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