Welt : Schweiß: Tiere - Hunde hecheln, Elefanten fächeln

Auch Tiere können und müssen ihren Körper kühlen. Dafür hat die Natur verschiedene Systeme hervorgebracht.

Schwitzen: Funktioniert nicht nur beim Menschen. Ähnlich gut schwitzt der Esel. Und noch etwas besser das Pferd. Allerdings dauert es bei Pferden eine Weile, bis bei ihnen der erste Schweiß fließt. Um den "Schwitzmotor" anzuwerfen, müssen Rennpferde darum vor dem Rennen einen Aufgalopp absolvieren.

Ableiten: Rinder und Ziegen kühlen sich unter anderem über die Hörner. Diese können bei Bedarf Körperwärme abstrahlen. Delphine steigern bei Hitze die Durchblutung ihrer Flossen. Kaninchen und Wüstenfüchse verschaffen sich Kühlung über die Ohren, Fledermäuse über die langen, dünnen Flügel.

Hecheln: Das ist die Spezialität von Hunden. Schweißdrüsen haben sie, wie Katzen, nur an den Pfoten und am Nasenspiegel. Dabei sind gerade Hunde besonders hitzeempfindlich. Überschüssige Wärme geben sie durch schnelles Ein- und Ausatmen ab, bei offenem Maul und heraushängender Zunge. Die Atemfrequenz steigt pro Minute von 40 auf rund 400 Atemzüge. An der Oberfläche von Lunge, Nase und Mund verdunsten dabei bis zu 200 Milliliter Wasser pro Stunde. Reicht das nicht, sucht der Hund kalte Flächen auf, leckt sein Fell oder nimmt ein kühles Bad.

Fächeln: Afrikanische Elefanten fächeln sich in Ermangelung von Schweißdrüsen mit ihren riesigen Ohren ein kühlendes Lüftchen zu. Ihre Ohren können bis zu zwanzig Prozent der Gesamtoberfläche ausmachen. Hinter den Ohren befindet sich dicht unter der Haut ein Netz von Blutgefäßen, die gedehnt oder zusammengezogen werden, um bei Bedarf Wärme abzustrahlen.

Wühlen: Schweine können entgegen einer landläufigen Annahme nicht "schwitzen", weil sie ebenfalls keine Schweißdrüsen besitzen. Dafür wühlt eine anständige Sau gerne im nassen Dreck, wälzt sich im kühlen Schlamm und lässt sich unter zufriedenem Grunzen seitwärts in den Morast fallen. Dann schüttelt sie sich, um den überflüssigen Matsch loszuwerden. Der Dreck schützt vor Parasiten - und die zurückbleibende Feuchtigkeit kühlt.

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