Schwimmen am Nordpol : "Triumph und Tragödie zugleich"

Ein Brite hat sich eine ungewöhnliche Aktion ausgesucht, um auf die Erderwärmung hinzuweisen: Lewis Gordon Pugh schwamm dort herum, wo es eigentlich nur Eis geben sollte: am Nordpol.

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Lewis Gordon Pugh: "Als stünde mein Körper in Flammen" -Foto: dpa

Nur mit Badehose, Kappe und Schwimmbrille ausgerüstet ist der Brite Lewis Gordon Pugh (37) als erster Mensch eine Langstrecke im Eiswasser am Nordpol geschwommen. Der Anwalt aus London hielt es fast 19 Minuten in dem minus 1,8 Grad kalten Wasser aus, berichteten britische Medien. Noch nie zuvor war ein Mensch demnach in solch kaltem Wasser geschwommen. Bei solchen Temperaturen können Menschen normalerweise nur kurze Zeit überleben. Der Abenteurer wollte mit der Aktion auf den Klimawandel und die Erderwärmung hinweisen.

"Dies ist ein Triumph und eine Tragödie zugleich", sagte Pugh. "Ein Triumph, dass ich unter solch brutalen Umständen schwimmen kann und eine Tragödie, dass man überhaupt am Nordpol schwimmen kann." Mit einem beherzten Sprung tauchte der 37-Jährige zwischen den Eisschollen ein und schwamm einen Kilometer. Er wollte sich nicht mit schützendem Fett einschmieren, da ihn sonst seine Helfer nicht aus dem Wasser fischen könnten. "Der Schmerz kam sofort und es fühlte sich an, als stünde mein Körper in Flammen." Er habe sich jahrelang an extrem kalte Temperaturen gewöhnt. Abgehärtet habe er sich unter anderem in Norwegen, dort trainierte er in einem Gletschersee. (mit dpa)

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