Welt : Sechs Sechsen: Schülerin wird nicht versetzt

NAME

Hanau (dpa). Bei der Versetzung einer hessischen Schülerin, die, wie berichtet, sechs Sechsen und vier Fünfen bekommen hatte, hat die Schulleitung aus Sicht des Kultusministeriums aus falsch verstandener Hilfsbereitschaft gehandelt. Der Schulleiter habe geglaubt, mit der Versetzung könne er die Entwicklung der Schülerin unterstützen, sagte Ministeriumssprecher Alexander Jehn am Mittwoch in Wiesbaden. Die 14 Jahre alte Hauptschülerin sei zudem bereits das zweite Mal trotz miserabler Noten versetzt worden. „Der Schulleiter hat zwei Mal falsch gehandelt“, sagte Jehn. Der Pädagoge muss mit dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen. Die Versetzung der 14-Jährigen ist bereits rückgängig gemacht. Pädagogische Gründe, auf die sich der Schulleiter berufen hatte, lägen in diesem Fall nicht vor, so Ministeriumssprecher Jehn. In der Familie gibt es nach Darstellung des Kultusministeriums Erziehungsprobleme. Die Mutter habe der Schule zwar mitgeteilt, dass ihre Tochter problematisch sei, aber Hilfsangebote ausgeschlagen. Auch der Bruder schwänze oft die Schule, berichtete Jehn.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben