Welt : Seilbahnen in Österreich kollidiert

Dreijähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt

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Linz Bei einem tragischen Seibahnunglück in Österreich ist ein drei Jahre altes Mädchen mehrere Meter in die Tiefe gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden. Auch die 57 Jahre alte Großmutter der kleinen Viktoria erlitt bei der Kollision zweier Gondeln der Grünbergseilbahn am Samstag in Gmunden schwere Verletzungen. Experten begannen am Sonntag mit den Ermittlungen. Ein Sprecher der Landesregierung von Oberösterreich kündigte eine „penible Untersuchung“ an.

Bei dem verletzten Mädchen handelt es sich um die Tochter des Betreibers einer Gaststätte auf der Bergstation. Das Kind habe zusammen mit der Großmutter den Vater besuchen wollen, als das Unglück gegen 13 Uhr 15 geschah: Am Samstag löste sich eine leere Fahrgastkabine auf der Bergfahrt aus ihrer Verankerung und prallte auf die hinter ihr fahrende Gondel. Durch die Wucht der Kollision wurde das Kind aus der Kabine geschleudert. Es stürzte mindestens acht Meter in die Tiefe und schlug auf dem Asphalt eines Parkplatzes auf. Das Mädchen erlitt einen Schädelbruch mit Hirnblutung, eine Lungenquetschung sowie einen Leberriss. Zudem wurden zwei Rippen gebrochen. Nach Angaben der staatlichen Betreibergesellschaft war es der erste Unfall mit der Seilbahn seit 1957. „Wir haben erst im Jahre 2001 Seile, Stützen und Motoren der Seilbahn erneuert“, sagte der Geschäftsführer der „Traunsee Touristik GmbH“, Gerd Becwar. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers war zum Zeitpunkt des Unglücks wegen der Mittagszeit nur noch eine weitere der 26 Gondeln besetzt.

Insgesamt ist es in Österreich seit 1992 bereits zu 14 Unfällen mit Seilbahnen gekommen, bei denen mehrere Menschen getötet wurden.

Die Talstation der Grünbergseilbahn befindet sich in einer Seehöhe von 432 Metern. Pro Stunde können bis zu 260 Personen befördert werden. dpa

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