Welt : Sein Anwalt setzt auf eine kurze Haftstrafe

Die Polizei durchsucht das Herrenhaus des Täters

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Rotenburg (dpa/Tsp). Im KannibalismusFall haben die Ermittler die Spurensuche am Herrenhaus des 41-jährigen Verdächtigen am Wochenende fortgesetzt. Auch in den nächsten Tagen sind Untersuchungen bei dem Geständigen geplant. Staatsanwalt Jung sagte, es seien bisher keine Indizien gefunden worden, die auf weitere Opfer des 41-Jährigen hindeuteten. Zwar ist die Polizei bei ihren Ermittlungen laut „Focus“ auf die Spur eines weiteren Kannibalismus-Falls gestoßen. Der „konkrete Verdacht“ für eine erst kürzlich begangene Bluttat habe aber nichts mit dem Tatverdächtigen von Rotenburg an der Fulda zu tun. Der Anwalt des Kannibalen geht davon aus, dass die Staatsanwaltschaft ihre Mordanklage noch einmal überprüfen werde. „Es war Tötung auf Verlangen“, zitiert „Focus“ den Juristen. Dies werde mit bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft. In diesem Fall könnte er schon nach drei Jahren wieder frei sein. Der verhaftete Rotenburger hatte gestanden, sein Berliner Opfer vor laufender Kamera getötet und Teile seines Körpers gegessen zu haben. Das Einverständnis des Opfers geht aus dem Video hervor. Die Kontaktanzeige im Internet lautete: „Bist du bis max. 30, hast einen normalen gut gebauten Körper, dann bist du genau der richtige, ich möchte dich ohne lange vorreden mal schlachten und verspeisen. Bewerbung bitte mit Angabe von Alter, Größe und Gewicht möglichst mit Foto an: antrophagus@hotmail.com.“ ; „Antrophagus“ ist griechisch – der Täter gibt sich als Humanist zu erkennen – und heißt „Menschenfresser“.

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