Welt : Seine satanische Majestät

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London (dpa). Mick Jagger (58) hat nach 40 Jahren im Showgeschäft nun endlich seine „Satisfaction“ bekommen. Seine Ernennung zum „Sir“ durch Königin Elizabeth II. bedeutet für Jagger die endgültige Anerkennung durch das britische Establishment. Als Chef der Rolling Stones hatte er es oft genug provoziert. Der Rebell, der sich selbst den Titel „Seine Satanische Majestät“ gab, galt gemeinhin als ein Symbol der Verdorbenheit. Nach vier Ehen, sieben Kindern und als Großvater nahm der Rock-Veteran die Ehrung mit Demut an: „Ich bin sehr glücklich. Es ist ein Kompliment.“ Jagger hatte zusehen müssen, wie vor ihm Paul McCartney, Elton John, Cliff Richard und andere in den Buckingham-Palast geladen wurden, um sich mit der symbolischen Schulterberührung durch ein Schwert von der Queen zum Ritter schlagen zu lassen. „Time Is On My Side“, mag er sich während des langen Wartens manchmal gedacht haben.

Berichte, wonach er sich gelegentlich an einflussreichen Stellen über die ausbleibende Ehrung beschwert habe, wies Jagger zurück. Tony Blair trug in seinen Studententagen in der Band Ugly Rumours (Üble Gerüchte) mit Vorliebe Jagger-Nummern vor.

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