"Sensation!" : Neues Online-Spiel für kreative Schnellschreiber

Ein Thema, vier Worte und fünf Minuten Zeit - das sind die Zutaten des Online-Spiels "Sensation!", das am Montag auf Tagesspiegel Online gestartet wurde. Wir erklären, wie es funktioniert - und wie Sie mitmachen können.

Eine Geschichte auf der Titelseite, wohlwollendes Lob von den Kollegen, Applaus von der Leserschaft - der tagtägliche Traum des Journalisten. Doch längst nicht immer geht er in Erfüllung. Manchmal ist die Story gut, doch niemand interessiert sich dafür. Dann wieder bestellt die Redaktion ein unmögliches Thema, zu dem einem nur mit Mühe etwas einfällt. Andermal reicht die Zeit bis zum Redaktionsschluss nicht aus, und hin und wieder wird der eigene Artikel von den Kollegen kurzerhand in den hinteren Teil der Zeitung verbannt.

Solche Dinge kommen vor. In einer Zeitungsredaktion - und beim neuen Online-Spiel "Sensation!", das jetzt bei Tagesspiegel Online ans Netz ging. In diesem Spiel geht es darum, aus einem vorgegebenen Thema möglichst schnell eine hübsche Geschichte zu machen. Welches Thema man als Mitspieler, oder sagen wir besser: als "Sensation!"-Reporter, bearbeiten muss, bestimmt - anders als im richtigen Leben - der Zufallsgenerator. Ebenso zufällig werden auch vier andere Spiel-Zutaten bestimmt: Jeder Autor bekommt nämlich vier Worte vorgegeben, die unbedingt in seinem Text vorkommen müssen. Ist dies nicht der Fall, wird der Text abgelehnt.

So weit, so einfach. Kopfzerbrechen allerdings bereitet das Spiel auch den kreativsten Köpfen durch eine weitere Bedingung: Jede Geschichte muss nämlich innerhalb von fünf Minuten abgeliefert werden. Schnell auf den Punkt kommen heißt die Devise, für ausgefeilte Vorträge ist keine Zeit.

Jede Geschichte, die innerhalb der vorgegebenen Zeit verfasst wurde, und alle vier Pflichtwörter enthält, hat die Chance, auf der Titelseite von "Tagesspiegel Sensation!" zu landen. Vorraussetzung dafür ist allerdings ein entsprechend gutes Votum von den Redakteurskollegen, den anderen Mitspielern also. Denn: Jeder Autor muss mindestens drei "fremde" Geschichten mithilfe von Schulnoten bewerten, bevor er seine eigene Geschichte schreiben darf.

Eine Besonderheit des Spiels ist der "Extra-Modus". Er findet üblicherweise zwischen 11 und 13 Uhr statt. Innerhalb dieses Zeitraums bekommen alle Mitspieler das gleiche Thema und die gleichen vier Worte vorgesetzt - ideale Wettkampf-Bedingungen also. Nach 13 Uhr werden die "Extra-Modus"-Geschichten in der rechten Spalte der Titelseite dargestellt - die am besten benotete Geschichte landet, na klar, ganz oben.

Redaktionsschluss für die gesamte "Sensation!"-Ausgabe eines Tages ist um 18 Uhr. Geschichten, die später abgeliefert werden, landen im so genannten Stehsatz und werden erst in der Ausgabe des kommenden Tages berücksichtigt. Zwischen 18 und 19 Uhr kann sich das endgültige Erscheinungsbild der Titelseite noch ändern, denn in dieser Zeit können die Storys des aktuellen Tages noch benotet werden.

Um bei "Sensation!" mitzuspielen, muss man sich auf der Seite http://sensation.tagesspiegel.de als Autor registrieren. Eine ausführliche Anleitung ist auf der Seite unter dem Menüpunkt "Worum geht's hier" zu finden.

Tagesspiegel Online und die Entwickler von "Sensation!", Frank Munser-Herzog und Tom Bohacek, wünschen allen Mitspielern viel Spaß und allzeit gute Geschichten. Fragen, Anregungen und Themenvorschläge zum Spiel nehmen wir gern unter der E-Mail-Adresse sensation@tagesspiegel.de entgegen. (hx)

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