Welt : Serienmörder in Deutschland: Schock und Faszination

Fritz Haarmann, der "Kirmesplatzmörder" oder der "Havel-Ripper": Serienmorde schockieren häufig mit besonderer Grausamkeit. Wie die Taten von "Jack the Ripper" Ende des 19. Jahrhunderts in London, sorgten auch die brutalen Verbrechen von Serienmördern in Deutschland immer wieder für Schlagzeilen.

Besonders berüchtigt waren die Mehrfachmörder Fritz Haarmann und Karl Denke. Haarmann tötete von 1918 bis 1924 mindestens 26 junge Männer in Hannover. Möglicherweise soll er sogar mehr als 100 Jugendliche ermordet haben. Haarmann wurde 1925 geköpft.

Zuvor hatte während des Krieges Karl Denke mit Morden an 26 Männern und fünf Frauen für Entsetzen gesorgt. Bei ihm wurden Behälter mit eingepökeltem Menschenfleisch gefunden.

Der Berliner Würstchenverkäufer Wilhelm Grossmann ging 1921 nicht minder grausam vor. Er zerstückelte 23 Mädchen und Frauen. Es wurde vermutet, dass er das Fleisch seiner Opfer verkaufte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sorgten der "Duisburger Waschraumwärter", Joachim Kroll, und der "Kirmesplatzmörder", Jürgen Bartsch, für Entsetzen. Kroll ermordete und zerstückelte zwischen 1955 und 1976 acht Mädchen und Frauen. Zehn Jahre zuvor hatte Bartsch vier Kinder getötet, die er meist auf Rummelplätzen angesprochen hatte.

Für Schlagzeilen sorgte auch ein unter den Namen "Dr. Porno" und "Havel-Ripper" bekannt gewordener Prostituiertenmörder aus Stuttgart. Wie viele Frauen der Arzt in Berlin und später in Brasilien umbrachte ist unklar. Er erhängte sich 1997 vor einer drohenden Auslieferung im Gefängnis.

Der "Heidemörder" Thomas Holst missbrauchte zwischen 1987 und 1990 drei Frauen sexuell, verstümmelte und tötete sie. Er wurde 1994 zu lebenslanger Haft verurteilt und in die Psychiatrie eingewiesen.

Nach seiner Festnahme im November 1999 gestand ein Dachdecker aus Bottrop drei Morde an Frauen. Die drei Opfer wurden teilweise aufgeschlitzt, sexuell missbraucht und zerstückelt.

Auch Serienmorde an alten, hilflosen Menschen sorgten - wie im jüngsten Fall des 31-jährigen Krankenpflegers von Bremerhaven - wiederholt für Aufsehen. Im Juli 1993 wurde ein Pfleger in Bielefeld wegen Totschlags an zehn alten Patienten zu 15 Jahren Haft verurteilt. Nach Überzeugung der Richter tötete der so genannte "Todespfleger" seine Opfer von Mai bis Dezember 1990 mit Luftinjektionen.

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