• Serienmörder lief oft mit Axt durchs Dorf Polizei in China ignorierte grausigen Fall

Welt : Serienmörder lief oft mit Axt durchs Dorf Polizei in China ignorierte grausigen Fall

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Im chinesischen Internet gruseln sich die Kommentatoren. „Schlimmer als ein Horrorfilm“, schreibt einer, „die chinesische Version von Dr. Hannibal Lecter“, findet ein anderer. „Fürchterlich, traurig, böse – und die lokale Polizei hat diesem Fall die kalte Schulter gezeigt“, staunt ein weiterer Nutzer. Sie sind entsetzt über die grausamen und erschütternden Details, die nach der Verhaftung des 56 Jahre alten mutmaßlichen Serienmörders Zhang Yongming in der südwestchinesischen Provinz Yunnan ans Licht kommen.

Die örtliche Polizei bestätigte am Montag, dass der wegen Mordes vorbestrafte Mann Leichenteile der mindestens elf Opfer an seine Hunde verfüttert habe. Chinesische Zeitungen berichten sogar von Kannibalismus, doch das will der Vizepolizeidirektor des Kreises Jinning nicht bestätigen. „Wir haben gegenwärtig keine Beweise, dass er sie selbst gegessen hat“, sagte Wu Huayong. In einem Bericht der Hongkonger Zeitung „Apple Daily“ werden weitere grausige Details genannt, für die es aber keine Bestätigung gibt. Unter anderem soll er oft mit einer Axt durch das Dorf gelaufen sein.

Im chinesischen Internet waren der Name des mutmaßlichen Täters und Wörter wie „Kannibalismus in Yunnan“ am Montag gesperrt. Das könnte damit zusammenhängen, dass Kannibalismus nach den Erfahrungen der großen Hungersnot während Maos „Großem Sprung nach vorne“ ein Tabuthema ist. Vor allem aber zeichnet sich eine große Panne der örtlichen Polizei ab. Der Polizeichef des Kreises Jinning und der Leiter der zuständigen Polizeistation sind bereits wegen Verletzungen der Dienstpflichten entlassen worden. Das erste der zumeist jungen, männlichen Opfer war bereits 2005 verschwunden. Die jüngsten Ermittlungen starteten jedoch erst, nachdem im April ein 19-Jähriger verschwunden war. Sein Onkel arbeitet laut Medienberichten als Staatsanwalt.

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