Sexualverbrechen : Die Ersten legen ein Geständnis ab

Die Großaktion gegen Kinderpornos dauert noch immer an. 12.000 Menschen stehen in Deutschland unter Verdacht.

Hamburg - Nach einer der größten bundesweiten Aktionen im Kampf gegen Kinderpornografie werden die Ermittlungen in den Ländern noch Monate dauern. Zunächst müssten die zahlreichen Beweismittel ausgewertet werden, hieß es am Freitag bei den ermittelnden Staatsanwaltschaften im ganzen Land. In Sachsen-Anhalt hätten einige Verdächtige bei den Durchsuchungsaktionen bereits Geständnisse abgelegt, berichtetet Oberstaatsanwalt Peter Vogt in Halle. In Rheinland- Pfalz verwies ein Sprecher des Landeskriminalamts auf die hohe Zahl der Verdachtsfälle. Unterdessen bestätigten Behörden in Schleswig-Holstein und Mecklenburg- Vorpommern, dass auch dort gegen Hunderte von Verdächtigen ermittelt werde.

In den vergangenen Tagen war bekannt geworden, dass bundesweit gegen tausende Verdächtige ermittelt wird, darunter in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Nach Informationen der federführenden Staatsanwaltschaft Berlin seien die Ermittler bei der Aktion „Himmel“ bundesweit auf etwa 12 000 Verdächtige gestoßen.

Der Bearbeitungsstand der einzelnen Verfahren der Aktion „Himmel“ sei sehr unterschiedlich, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg, Gerd Zeisler. „Wir sind mittendrin.“ Die Arbeit sei für die Ermittler, die die Bilder ansehen und später vor Gericht detailliert beschreiben müssten, sehr belastend. Auch in Nordrhein-Westfalen werden sich die Untersuchungen hinziehen. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat nach Angaben ihres Sprechers rund 450 Fälle erhalten. „Ein großer Teil davon ist eingestellt worden“, sagte Mocken. In den restlichen Fällen ermittle jetzt die Polizei. Ähnlich sieht es bei der Staatsanwaltschaft Köln aus. Dort seien etwa 500 Tatverdächtige gemeldet worden. (tsp/dpa)

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