Sexualverbrecher : Interpol identifiziert Kinderschänder "Vico"

Nach Informationen aus der ganzen Welt hat Interpol nun den "Vico" getauften Kinderschänder ermittelt. Gefasst werden konnte er bislang noch nicht, die letzten Spuren des Kanadiers führen nach Thailand.

Kinderschänder
Auf dem Originalfoto (l) hatte "Vico" sein Gesicht digital unkenntlich gemacht, Spezialisten des Bundeskriminalamtes (BKA) hatten...Foto: Interpol / dpa

BangkokDie erste weltweite Internetfahndung nach einem Kinderschänder hat Erfolg gehabt. Nach Informationen aus drei Kontinenten wurde als Tatverdächtiger ein 32-jähriger Kanadier ermittelt, der in Südkorea Englisch lehrt und derzeit in Thailand vermutet wird. Die Polizeiorganisation Interpol rief den Verdächtigen auf, sich zu stellen. "Die Polizei der ganzen Welt jagt ihn", sagte Interpol-Generalsekretär Ronald K. Noble.

Der südkoreanische Polizeisprecher Apichart Suriboonya sagte, der Verdächtige Christopher Paul N. sei am vergangenen Donnerstag auf dem Flughafen in Bangkok gelandet. Das von Überwachungskameras aufgenommene Foto seiner Ankunft wurde von der Polizei für die Fahnung veröffentlicht. Interpol rief die Bevölkerung auf, bei der Fahndung und bei der Sammlung von Beweisen zu helfen. "Er hält sich in Thailand auf, und wir haben ihn noch nicht gefasst", so Suriboonya. Die Polizei hole derzeit Beweise und Informationen aus den Nachbarländern und von Interpol ein, damit ein Haftbefehl erlassen werden könne. Die an der Fahndung beteiligten Behörden würden seit der Einreise des Verdächtigen eng zusammenarbeiten.

BKA rekonstruierte Foto

Mehr als 350 Zeugen hatten sich bei Interpol nach Beginn der Internetfahndung gemeldet. "Vico" hatte zwölf verschiedene Jungen zwischen sechs und zehn Jahren in Vietnam und Kambodscha sexuell missbraucht und dies auf 200 Bildern festgehalten. Die Bilder zirkulierten seit Jahren im Internet. Weltweit stehen laut Interpol Pornofotos von 10.000 bis 20.000 Kindern im Internet. Das Bundeskriminalamt BKA hatte das auf den Fotos digital verfälschte Gesicht des Täters rekonstruiert. Laut Interpol reist der Mann vermutlich um die Welt, um seine sexuellen Neigungen zu befriedigen. (mit AFP, dpa)

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