Welt : Sicherer in der Luft – aber nicht überall

Berlin - Die Unfallquote im Luftverkehr ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Dennoch fordert der Luftverkehrsverband IATA dringend Verbesserungen der Flugsicherheit. Denn in weiten Teilen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas gibt es noch immer hohe Risiken für Reisende. Wegen Sicherheitsmängeln hat die EU sämtlichen Airlines aus sieben Ländern Landeverbot erteilt: Äquatorialguinea, der Demokratischen Republik Kongo, Indonesien, Kirgisien, Liberia, Sierra Leone und Swasiland. Und in den USA stehen gleich 20 Länder wegen nicht gewährleisteter Sicherheitsstandards auf der schwarzen Liste.

Weltweit gab es nach der jetzt veröffentlichten Statistik der internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO 2007 im Linienluftverkehr elf Unfälle mit insgesamt 587 getöteten Passagieren. Während das Verkehrsaufkommen um 6,6 Prozent zulegte, ging die Opferrate um 21,8 Prozent zurück. Weitere 14 Unfälle mit 86 Opfern gab es im Nichtlinienverkehr. Von den 13 Unfällen mit mehr als zehn Todesopfern in der Statistik des Aviation Safety Network ereigneten sich fünf in Asien und vier in Afrika. Indonesien und die Demokratische Republik Kongo waren jeweils zweimal betroffen. In Europa gab es mit dem Absturz einer MD80 von Atlasjet (57 Tote) in der Türkei nur einen größeren Unfall, in Nordamerika überhaupt keinen Crash eines Verkehrsflugzeuges.

„Die Unfallrate in Afrika ist weiterhin sechsmal so hoch wie der weltweite Durchschnitt, das muss sich ändern“, forderte erst kürzlich IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani. Auch in Lateinamerika ist die Unfallquote noch doppelt so hoch wie im Weltdurchschnitt. -du

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