• Sieben Tote nach Amoklauf Schießerei in Chicago entfacht Diskussion über Waffengesetz neu

Welt : Sieben Tote nach Amoklauf Schießerei in Chicago entfacht Diskussion über Waffengesetz neu

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Washington (dpa). Der Amoklauf in Chicago, bei dem am Mittwoch sieben Menschen starben, hat die Diskussion über die Verbreitung von Waffen in den USA erneut angefacht. Einer Statistik der Organisation „Schusswaffenfreies Amerika“ zufolge handelt es sich bei dem Amoklauf um die 115. blutige Schießerei in Firmen oder Fabriken in den USA in 15 Jahren. Dies berichtete die „Washington Post“ am Donnerstag. In diesem Jahr sind nach Angaben der Organisation in den USA schon fast 19 000 Menschen mit Schusswaffen getötet worden.

Auch der Polizeichef von Chicago, Phil Cline, kritisierte den leichten Zugang zu Waffen in den USA. „Hier haben wir es mit jemandem zu tun, der niemals eine Waffe besitzen sollte und dennoch eine hatte“, sagte Cline über den mehrfach vorbestraften Täter vom Mittwoch. Chicago hat in den USA eine der höchsten Mordraten. Der 36 Jahre alte Schütze hatte an seinem ehemaligen Arbeitsplatz, einer Autozubehörfirma, aus Wut über seine Entlassung vor etwa einem halben Jahr sechs frühere Kollegen erschossen. Zuvor hatte er in den vergangenen Wochen seinen ehemaligen Arbeitgeber und die Kollegen mehrfach telefonisch bedroht, wie die Polizei berichtete. Dies sei aber den Behörden nicht gemeldet worden.

Nach dem Amoklauf stürmte die Polizei das Gebäude und erschoss den Täter. Der Mann habe sich auf Verhandlungen mit der Polizei nicht eingelassen und drei Schüsse auf die Beamten abgegeben, sagte Cline.

Der Amokläufer war wegen Unzuverlässigkeit gefeuert worden. Er sei zuvor bereits zwölf Mal festgenommen worden, unter anderem wegen illegalen Waffenbesitzes und Körperverletzung. Unter den Opfern befanden sich auch ehemalige Vorgesetzte des Mannes, nicht aber der Chef des Unternehmens. Der war zur Zeit der Tat noch nicht im Betrieb erschienen.

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