Welt : Sieben Verletzte - Suche nach mutmaßlichem Täter zunächst ohne Ergebnis

Bei einer Schießerei zwischen streitenden Teenagern sind im Washingtoner Zoo sieben Kinder und Jugendliche verletzt worden. Ein elfjähriger Junge wurde am Kopf getroffen und war nach Medienberichten vom Dienstag klinisch tot. Die Opfer waren am Montagabend offenbar aus Versehen in die Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von Jugendlichen geraten. Die Polizei fahndete am Dienstag zunächst noch nach dem mutmasslichen Täter, einem schwarzen Teenager. Zum Zeitpunkt der Schießerei befanden sich nach Angaben des US-Senders CNN zwischen 20 000 und 25 000 Besucher im Zoo, in dem der "afrikanisch-amerikanische Familientag" begangen wurde. Der Tierpark, den jährlich rund drei Millionen Menschen besuchen, blieb am Dienstag geschlossen.

Polizeichef Charles Ramsey sagte, sechs Opfer seien am Montagabend ins Krankenhaus gekommen. Der siebte Verletzte habe sich am Dienstagmorgen mit einm Streifschuss am Daumen gemeldet. Laut der "Washington Post" wurde der für hirntot erklärte Junge für Organspenden künstlich am Leben gehalten. Die meisten anderen Opfer wurden in die Beine getroffen und schwebten nicht in Lebensgefahr. Zwei Frauen, die einen Schock erlitten, wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.

Augenzeugen hatten schon vor der Schießerei beobachtet, wie sich mehrere dutzend Jugendliche im Zoo stritten. Die Polizei griff ein, trennte die Streithähne und nahm mehrere von ihnen fest. Danach sei die Auseinandersetzung vor den Toren des Zoos weitergegangen, berichtete Polizeichef Charles Ramsey. Flaschen seien geflogen, dann habe einer der Teenager die Waffe gezogen und in die Menge gefeuert. Er war nach Polizeiangaben mit einer Neun-Millimeter-Faustfeuerwaffe bewaffnet. Zum Zeitpunkt der Schießerei waren viele Besucher gerade am Gehen. Vor den Toren des Tierparks befanden sich rund 200 Jugendliche.

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