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Singapur : Erneut muss Qantas-Maschine notlanden

Die Flüge mit dem Großraumjet A380 hat Qantas bereits ausgesetzt. Nun hat die australische Fluggesellschaft Probleme mit einem anderen Flugzeugtyp.

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Am Freitag ist erneut eine Qantas-Maschine in Singapur notgelandet. Es handelt sich um eine Boeing 747. Sie kam aus Frankfurt am Main, war in Singapur zwischengelandet und befand sich auf dem Weiterflug nach Sydney, als sie umkehren musste. Eine Sprecherin von Qantas begründete die Notlandung mit Triebwerkproblemen.

Im Zusammenhang mit der Triebwerksexplosion an einem Airbus A380 der Qantas hat es jetzt eine erste Schuldzuweisung gegeben. Der Chef der australischen Fluggesellschaft, Alan Joyce, machte den britischen Hersteller Rolls-Royce verantwortlich für die Beinahe-Katastrophe. Die Ermittlungsbehörden halten sich indessen hinsichtlich einer möglichen Ursache zurück und verweisen auf die andauernden Untersuchungen. Man gehe davon aus, dass es sich um Materialversagen oder ein Konstruktionsproblem handelt, sagte Joyce vor Journalisten in Sydney. Einen Wartungsfehler schließe man dagegen aus. Die Trent 900-Triebwerke seien seit ihrer Montage an dem Jet vom Hersteller Rolls-Royce instandgehalten worden. „Der sichere Betrieb unserer Produkte hat oberste Priorität“, erklärte Rolls-Royce. Man arbeite eng mit Qantas und den Behörden zusammen. Bisher würde nur eine kleine Zahl relativ neuer Trent 900 im Einsatz stehen und man habe es für vernünftig gehalten, einige grundsätzliche, vorsorgliche Kontrollen zu empfehlen. Dazu gehört nach Informationen des Tagesspiegels auch die Untersuchung des Triebwerksinneren mit einem Boroskop.

Der knapp 26 Monate alte A380 mit dem Kennzeichen VH-OQA war am Donnerstag um 9 Uhr 57 Ortszeit in Singapur zu seinem 831. Flug gestartet, der als QF32 nach Sydney führen sollte. Nach Angaben der bei der Untersuchung federführenden australischen Transportsicherheitsbehörde ATSB kam es bereits vier Minuten später zu dem Zwischenfall. Wie berichtet, hatten Teile des Triebwerks die Tragfläche unweit der Tanks durchschlagen und waren zusammen mit metergroßen Stücken, die aus der Verkleidung des Aggregats gerissen wurden, auf die indonesische Insel Batam gestürzt.

Weil die vollgetankte Maschine für eine sofortige Landung zu schwer war, musste sie mit den drei intakten Triebwerken eine Dreiviertelstunde kreisen und Treibstoff ablassen. Erst um 11 Uhr 47 konnte der Megaliner – der A380 ist das größte Verkehrsflugzeug der Welt – in Singapur zur Notlandung ansetzen. In Australien wurde der 53-jährige Flugkapitän Richard Champion de Crespigny wegen seines besonnenen Verhaltens auch bei der kontinuierlichen Information der 440 Passagiere als Held gefeiert.

Die Gewerkschaft der australischen Luftfahrtingenieure kritisierte im Zusammenhang mit der Beinahe-Katastrophe die Auslagerung von Wartungsarbeiten ins Ausland. Qantas-Chef Joyce wies die Vorwürfe zurück. Die Flugzeuge würden bei der renommierten Lufthansa-Technik betreut. Der betroffene A380 wurde in der Frankfurter Lufthansa-Werft überprüft und gewartet.

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