Skandalrocker : Pete Doherty nimmt Heroin auf Flugzeugtoilette

Wegen eines Drogenrauschs an Bord eines Flugzeugs ist Pete Doherty am Flughafen von Genf vorübergehend festgenommen worden. Der Sänger war samt einer benutzten Spritze auf der Flugzeugtoilette gefunden worden. Im August soll Doherty in Berlin auf dem Flughafen Tempelhof ein Konzert geben. Ist der Auftritt jetzt in Gefahr?

Pete Doherty in Stoke-on-Trent
Pete Doherty: Die Drogen sind seine besten Freunde. -Foto: dpa

Mal wieder Drogenmissbrauch - und zwar über den Wolken: Der britische Skandal-Sänger und Kopf der Band Babyshambles, Pete Doherty (30), ist in Genf vorübergehend festgenommen worden. Ein Polizeisprecher bestätigte am Montag entsprechende Berichte der Zeitungen "Le Matin" und "Blick". Der Rockstar sei anderthalb Stunden in Gewahrsam gewesen, sagte der Sprecher. Die Staatsanwaltschaft befasse sich mit dem Fall und könne eine Buße festlegen.

Nach den Medienberichten hatte die Besatzung eines Flugzeuges der British Airways Doherty vergangene Woche auf dem Flug von London nach Genf zusammengesackt auf der Toilette gefunden. Man brachte ihn zu seinem Sitz und dachte zunächst an eine Lebensmittelvergiftung. Als aber dann eine gebrauchte Spritze gefunden worden sei, kam der Verdacht auf, der Sänger habe sich einen Schuss gesetzt.

Der Pilot verständigte die Genfer Polizei, die den Sänger nach der Landung festnahm. Sie erlaubte ihm dann aber, bei einem Festival im schweizerischen Neuchâtel aufzutreten. Doherty, Ex-Freund des Models Kate Moss, ist für seine Drogenexzesse bekannt, die ihn auch schon ins Gefängnis gebracht haben.

Zu seinem einzigen Deutschland-Konzert 2009 soll Pete Doherty bald nach Berlin kommen. Der Skandalrocker wird am 7. August zum Berlin Festival auf dem Tempelhofer Flughafen-Gelände erwartet. Schon häufig ließ er Auftritte platzen. Auch dieses Mal? "Wir machen uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Sorgen und gehen davon aus, dass das Konzert stattfindet", sagte ein Sprecher des Veranstalters auf Anfrage von Tagesspiegel.de. Schließlich habe sogar das Konzert in der Schweiz ja noch stattgefunden. "Von dem Vorfall haben wir durch die Zeitung erfahren", hieß es weiter. (lea/nal/dpa/AFP)

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