Skandinavien : Zwei Tote bei Schneechaos

Bei heftigen Schneestürmen in Skandinavien sind ein Mann und eine Frau ums Leben gekommen. Wieder war der gesamte Verkehr lahmgelegt. Behörden rieten der Bevölkerung, die Häuser nicht zu verlassen.

Kopenhagen - Bei Svendborg (Dänemark) wurde ein Mann beim Ausfahren von Streusalz getötet. Eine 18 Jahre alte Frau erstickte in einer Schneewehe, nachdem sie vom Balkon ihrer Wohnung gesprungen war, berichtete die Zeitung "Agderposten" in Arendal (Norwegen). Die Jugendliche wollte sich vermutlich selbst das Leben nehmen. Nahe der dänischen Stadt Nibe brachte eine Frau ihr Baby in einem liegen gebliebenen Krankenwagen zur Welt. Zwischen den norwegischen Städten Kristianstad und Grimstad blieben mehrere hundert Autofahrer auf der durch Schneewehen blockierten Autobahn stecken. Sie mussten die Nacht im Auto verbringen.

In Dänemark und in einzelnen norwegischen und schwedischen Bezirken wurden Autobahnen wie am Vortag komplett gesperrt. Meterhohe Schneewehen legten den Bahn- und Flugverkehr teilweise lahm. Etliche Passagiere mussten in der Nacht bei Eiseskälte in Regional- und S-Bahn-Zügen bleiben. In Jütland riet die Polizei Autofahrern dringend, zu Hause zu bleiben. Die meisten Schulen blieben wie schon am Donnerstag geschlossen. Auf dem Kopenhagener Flugplatz Kastrup wurden 68 Starts abgesagt, am Vortag waren es 168.

Aus dem südschwedischen Bezirk Schonen meldeten die Behörden am Freitag eine "langsame Normalisierung" gegenüber dem Vortag. (tso/dpa)

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