Welt : "Smoothy" aus den USA verspricht jetzt auch in Hamburg und Berlin Erfrischung

Rechtzeitig zur sommerlichen Hitzewelle ist ein neues, frisches und alkoholfreies Modegetränk aus den USA in Deutschland angekommen: Smoothies (smooth = weich, sanft) heißen die halbgefrorenen Leckereien, die nur aus Obst, natürlichen Aromen und Wasser bestehen. "Die kommen bei den Kunden super an", freut sich Thomas Müller-Claessen, der die Idee aus den USA nach Hamburg geholt hat. In seinem Lokal "Tomilysh" vor dem gigantischen Hamburger Warner-Kino sind Smoothies der Renner bei den Filmbesuchern. Auch in Berlin ist der Drink schon zu haben. Wer zu Hause eine Küchenmaschine hat, kann sich Smoothies auch selber machen.

Das Rezept ist einfach: Obst, Zitronensaft, vielleicht Kokosraspel oder Minze und Eiswürfel ab in den Mixer, alles kleinhäckseln, bis ein Eisbrei entsteht, ab ins Glas und mit dem Strohhalm sofort austrinken. Drei Zutaten haben nach Ansicht von Puristen in einem Smoothy nichts zu suchen: Alkohol, Zucker und Milchprodukte. "Da gehören nur pure, natürliche Stoffe rein", stellt Lokalchef Müller-Claessen fest, der sein Restaurant in eine Smoothy-Kette ausbauen will.

In den USA sind Smoothies bereits ein Riesenmarkt: umgerechnet 970 Millionen Mark wurden 1998 in Restaurants umgesetzt, schätzt Dan Titus von der Beratungsfirma Juice Gallery. In diesem Jahr soll sich der Umsatz verdreifachen. Die natürlichen Getränke entstanden in den 60er Jahren im gesundheitsbewußten Kalifornien, boomten aber erst im sonnendurchglühten Texas in den 90er Jahren. Die leckeren Drinks haben in den USA das Öko-Food-Getto verlassen und werden auch mit Zucker oder Sahne hergestellt. Höhepunkt der Verfremdungswelle: Der Kaffee-Smoothy, für den abgekühlter Espresso mit Eis in den Mixer kommt.

Gesünder sind da die Obstvarianten wie etwa die Version Zitronengras von Müller-Claessen: Mango, Apfelsaft, Zitronensaft, Zitronengras und Guarana. "Wirkt wie Red Bull, ist aber natürlich."

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