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Solarflugzeug auf Weltumrundung : "Solar Impulse 2" zum Flug über den Pazifik gestartet

Das Solarflugzeug "Solar Impulse 2" ist auf der schwierigsten Etappe seiner geplanten Weltumrundung. Nach einer Zwangspause wegen schlechten Wetters hat der Flieger nun von Japan aus den Weg nach Hawaii angetreten.

Der Solarflieger "Solar Impulse 2" beim Start in Nagoya in Japan
Der Solarflieger "Solar Impulse 2" beim Start in Nagoya in JapanFoto: Reuters/Kyodo

Der Sonnenflieger „Solar Impulse 2“ ist zum Flug über den Pazifik gestartet. Das nur mit Sonnenenergie angetriebene Flugzeug hob Montagfrüh im japanischen Nagoya ab, teilten die Organisatoren mit. Die Etappe nach Hawaii gilt als die schwierigste der Weltumrundung.

In aller Stille startete das nur mit Sonnenenergie angetriebene Leichtflugzeug am frühen Montagmorgen Ortszeit mit dem Piloten André Borschberg an Bord zu seinem fünftägigen Flug nach Hawaii. Es ist der schwierigste Abschnitt bei dem Rekordversuch, die Erde ohne Treibstoff im Solarflugzeug zu umrunden.

"Mitten auf dem Weg nach Hawaii. Starke Gefühle, da ich den Punkt erreicht habe, an dem es kein Zurück mehr gibt: Hier beginnt die Entdeckungsreise", teilte der 62-jährige Pilot per Twitter mit. Sein Team meldete rund zehn Stunden nach dem Start: "Kein Weg mehr zurück! Das ist ein simples Hinflugticket nach Hawaii."


Die Strecke ist 7900 Kilometer weit, der Flug sollte fünf Tage und Nächte dauern. Nach etwa zwölf Stunden hatte "Solar Impulse" laut seiner Website bereits mehr als 1000 Kilometer zurückgelegt. Auf der gesamten Strecke hat Borschberg nun keine Möglichkeit mehr zur Zwischenlandung, im Notfall bleiben ihm nur noch der Fallschirm und ein aufblasbares Rettungsboot. Während des rund 120-stündigen Flugs hält er sich mit Yoga fit, schlafen will er nicht mehr als 20 Minuten am Stück.


Das Flugzeug war Anfang März im Golfemirat Abu Dhabi gestartet und über Indien, den Himalaya und China nach Japan geflogen. Mehrfach verhinderte schlechtes Wetter den Weiterflug.

Die einsitzige Karbonfaser-Maschine hat eine Spannweite von 72 Metern. Mehr als 17.000 Solarzellen auf den Flügeln zapfen die Energie für die vier Elektromotoren ab. Mit der Weltumrundung sollen die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarkraft aufgezeigt werden. (AFP, dpa)



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