Amal Clooney gegen Angelina Jolie : Kräftezehrendes, nutzloses Diven-Duell

Die zwei schönsten Frauen der Welt liefern sich ein erbittertes Fernduell. Ihre Gatten George Clooney und Brad Pitt sind extrem hilflos. Dieser fiese Krieg muss ein Ende finden – zum Wohle der Menschheit.

Urs Gehriger
Angelinas Grauen hat einen Namen: Amal Clooney.
Angelinas Grauen hat einen Namen: Amal Clooney.Foto: Raymond Hall/GC Images

Klick, klack, stolziert Amal Clooney durch den Flur der Columbia University in New York. Sie trägt einen cremefarbenen Mantel und Slingback-Heels mit Blumenmuster von Oscar de la Renta, an der Schulter schaukelt eine tangerine schimmernde Handtasche in der Größe eines Toasters. Sie sieht umwerfend aus. Klick, klack, verschwindet sie jetzt in Vorlesungssaal 103.

Amal Clooney (Bild oben links) ist nach New York gekommen, um über Menschenrechte zu referieren. Das ist ihr Metier. Sie ist Menschenrechtsanwältin, hat sich für Prominenz wie Julian Assange oder Julia Timoschenko ins Zeug gelegt. Während sie vor den Studenten spricht, schauen Passanten durch eine kleine Glasluke in der Tür. Kein Wort dringt nach draußen. „Wir haben strikte Anweisung, nicht darüber zu reden“, sagt eine Studentin gegenüber den Reportern.

Amals Ehemann, Schauspieler George, ist auch in der Stadt. Er dreht „Money Monster“ unter der Regie von Jodie Foster. Aber nicht der Silberfuchs aus Hollywood, die aparte Amal mit den Rehaugen ist es, die alle in ihren Bann zieht. „Amal Clooney hat New York im Sturm erobert“, schwärmt die „New York Times“ in seitenfüllender Berichterstattung. Nie habe man Ähnliches erlebt, seit Angelina Jolie mit Brad Pitt in der Stadt gelebt habe, und das ist acht Jahre her.

Angelina? Der Hollywood-Darling macht derzeit wieder mit medizinischen Eingriffen Schlagzeilen. Nach der Brustentfernung hat sie sich auch die Eierstöcke entfernen lassen. Wegen vererbter Krebsgefahr. Das erheischt enormen Respekt, die Welt zieht den Hut („Ihre Offenheit ist beeindruckend“, schreibt ein Schweizer Magazin).

Aber so richtig cool ist das nicht. Cool ist Amal, die „smarte“, „diskrete“, „geheimnisvolle“ Libanesin. Allein ihr Mädchenname – Alamuddin – duftet nach Zedernholz und Rosenwasser. Und erst ihr Monogramm: A. A. – das ist Noblesse in Vollendung! Selbstlos hat sie es preisgegeben an ihrer Märchenhochzeit mit George in Venedig vergangenen Herbst.

Kann sein Herz überhaupt fassen, was ihm, dem ewigen Beziehungsvagabunden, das Glück beschert? Was seine Amal tut, hat politische und gesellschaftliche Relevanz. Sie berät Regierungen und Wirtschaftsgrößen. Sie bewegt sich in der höchsten Wohltätigkeitsetage.

Das geht Angelina gewaltig gegen den Strich. Seit Amals Verlobung mit George vor einem Jahr steht sie mit dieser in erbitterter Konkurrenz. Angie, 39, könne Amal, 37, nicht riechen, „weil die Staranwältin brutale Diktatoren verteidigt“, berichtet die Regenbogenpresse. Doch das sind Nebelkerzen. Hollywood ist ein Land der Wohltäter. Regiert wird es seit Jahren vom Weltverbesserer-Paar Jolie & Pitt. Und jetzt macht Clooneys Neue Angie den Thron streitig, für den sie sich als Uno-Botschafterin ins Elend gestürzt hat.

Kräftezehrendes, nutzloses Diven-Duell! Entzieht sich jedem Sinn. Was ist, sollte nicht sein, muss aber sein, damit werde, was nimmer würde, wäre nicht das, was ist, so, wie es nicht sein sollte. Zum Leidwesen ihrer Männer Brad und George. Die beiden Olympioniken der Traumfabrik sind dicke Freunde seit dem gemeinsamen Auftritt in „Ocean’s Eleven“ (2001).

Auf Brads Couch lag stets eine Wolldecke für George bereit. Und George hatte immer eine Schulter frei, auf der Brad eine Ehekrise ausheulen konnte. Doch nun herrscht Funkstille. „George und Brad dürfen nicht mehr miteinander sprechen“, weiß die US-Website celebdirtylaundry.com. Nicht einmal zu Georges Traumhochzeit durfte Brad fahren.

Angies Abneigung ist so ausgeprägt, dass sie nicht mal über ihren Schatten springt, wenn man ihr die Hand reicht. Vor ihrer Reise nach New York hat Amal zwei konkrete Angebote für ein gemeinsames Dinner gemacht. Angie antwortete nicht. „Amal war schockiert über so schlechte Kinderstube“, berichtet das amerikanische „OK! Magazine“. „Außen hui, innen pfui!“, giftet die „Bunte“.

Auf gespanntem Seelenfell trommelt die Journaille, was sie zu sagen hat. „Angie ist unfähig, mit einer Frau befreundet zu sein“, zitiert celebdirtylaundry.com eine intime Quelle. „Frauen wollen Angie nicht zu nahe kommen, weil sie eine kleine Betrügerin ist“, schreibt „Esquire“. Die verheulten Augen von Jennifer Aniston, Brads Ex, hätten sich eingeätzt in Amals Hirn.

So führen die beiden ihre Fehde als Fernduell. Nicht wie Lara Gut und Lindsey Vonn, die sich in der Wartezone am Skirennstart in einem Psychokrieg piesacken. Nicht wie Maria Stuart und Elisabeth I., die sich wie hinterhältige Katzen umstrichen. Amal und Angie, die Celebritys der Superlative, haben keinen Klingenkontakt. Sie duellieren sich, indem sie sich mit Garderoben und Gesten überbieten.

Und das Publikum fiebert mit wie einst der Pöbel im Kolosseum zu Rom. Es scheint sich gerade auf die Seite Amals zu schlagen. „Ich wette, Amal hat keine Videos von sich, wie sie sich mit Hundehalsband und getapten Brustwarzen im Ledersessel räkelt“, schreibt Leserin Shelly Sue auf celebdirtylaundry.com. „Amal ist in jeder Beziehung in einer höheren Liga.“

Auch die durchlauchten Mode-Granden setzen auf Amal. Ihr Geschmack sei „impeccable“, makellos, als Stilikone habe sie mit Prinzessin Kate gleichgezogen. Ja, sogar einen neuen Trend unter Amerikas Männern hat Amal ausgelöst. „87 Prozent wollen eine Frau, die gescheiter ist und mehr verdient als sie“, berichtet die „Daily Mail“ mit Verweis auf eine Studie. „Amal-Effekt“ nennen Forscher das Phänomen.

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