Franz Josef Strauß : Vom Metzgerssohn zum Minister

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Ein Treffen mit Freunden und Feinden zum 100. Geburtstag

Franz Josef Strauß wurde am 6. September 1915 als zweites Kind des Metzgers Franz Josef Strauß in München geboren. Nach dem Abitur studierte er Altphilologie und Geschichte. Zuvor war seine Immatrikulation abgelehnt worden, weil er keiner nationalsozialistischen Organisation angehörte, später wurde er Mitglied des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbunds und des Nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps. Im Krieg nahm Strauß am West- und Ostfeldzug teil. Nach Kriegsende wurde er zunächst Landrat, dann Bundesminister für besondere Aufgaben im Kabinett Adenauer. 1955 wurde ihm das neu gegründete Bundesministerium für Atomfragen übertragen, im Jahr darauf das Verteidigungsministerium. Bereits 1957 legte er Pläne für eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr vor. Die „Spiegel“-Affäre 1961 führte zu seinem Rücktritt. Im Kabinett der Großen Koalition wurde Strauß Bundesminister der Finanzen. In der Zeit der sozialliberalen Koalition entwickelte er sich zum vehementen Kritiker der Ostpolitik von Bundeskanzler Willy Brandt. 1978 wurde er zum bayerischen Ministerpräsidenten gewählt. 1980 trat er bei der Bundestagswahl gegen Helmut Schmidt an und scheiterte. Am 1. Oktober 1988 starb er in der Nähe von Regensburg. Strauß war seit 1957 mit Marianne Zwicknagl verheiratet. Aus der Ehe gingen die Söhne Max, Franz Georg und die Tochter Monika hervor.

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