Lena Meyer-Landrut : Meine Helden

Sie wurde durch ihren Sieg beim Eurovision Song Contest berühmt. Hier erzählt Lena Meyer-Landrut von acht Menschen, die sie bewundert. Von Dirk Nowitzkis Demut, Cornelia Funkes Fantasie, Sisis Natürlichkeit ...

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Lena Mayer-Landrut auf einer Gala.
Lena Mayer-Landrut auf einer Gala.Foto: picture alliance / dpa

CORNELIA FUNKE

Von der Jugendbuchautorin habe ich bis zu meinem 13. Lebensjahr alle Bücher gelesen, die ich kriegen konnte. „Die wilden Hühner“, „Tintenherz“ oder „Hände weg von Mississippi“ habe ich verschlungen. Als ich sieben war, lief „Igraine Ohnefurcht“ auf Kassette, während ich im Kinderzimmer spielte. Die Geschichte war ein bisschen gruselig, Igraine lebt mit ihrem Bruder allein auf einer großen Burg und erlebt dort Abenteuer. Als achtjähriges Mädchen in Hannover habe ich mir oft vorgestellt, eines der Hühner aus der Mädelsclique zu sein – und zwar Sprotte, die mit den roten gelockten Haaren.

Schriftstellerin Cornelia Funke.
Schriftstellerin Cornelia Funke.Foto: picture alliance / dpa

Mit ihr konnte ich wachsen, weil sie mutiger war als ich selbst. Von den Hühnern haben wir Mädchen uns das Bandenzeichen abgeguckt. Das konnte ein Gegenstand sein, der uns alle verbindet. Zum Beispiel vier Freundinnen, die sich dasselbe Arm- oder Halsband kauften oder bastelten. In meiner Kindheit gab es mehrere solcher Gruppen, jede hatte so ein Symbol. Cornelia Funke konnte gut Welten erschaffen, in denen ich sofort das Gefühl hatte, eine der Figuren zu sein.

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