Der Drogenspürhund

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Was Hunde leisten : Fünf Profis im Spezialeinsatz
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Wandy
WandyFoto: privat

Heroin, LSD, Cannabis, Crystal Meth, das alles findet Wandy, eine fünf Jahre alte deutsche Schäferhündin. Mehr als 100 Einsätze für die Berliner Polizei hat die Drogenspürhündin hinter sich. 50 Gramm Kokain in einer Weddinger Wohnung hat sie ebenso entdeckt wie Haschisch, das in einer Fruchtgummi-Tüte eingeschweißt war und zusätzlich noch in einem Paket gelegen hatte. 30 Minuten kann Wandy ohne Pause schnüffeln, das ist Zeit genug, um eine Drei- oder Vierzimmerwohnung zu durchsuchen. Sobald Hundeführer Thorsten Block merkt, dass Wandy hechelt und nicht mehr durch die Nase atmet, macht er mit ihr eine Pause. Seinen Fund zeigt ein Drogenspürhund durch Kratzen an. Thorsten Block hatte ein einfaches Mittel, um Wandy im Training dieses Signal beizubringen. Er stellte sich auf das Lieblingsspielzeug des Schäferhundes, bis der nach dem Gegenstand kratzte. Dafür gab es lautstarkes Lob.
Am Anfang des Trainings schnüffelt ein Hund an verschiedenen Proben von Drogen, später werden die versteckt, und nachdem das Tier sie gefunden hat, darf es mit seinem Lieblingsgegenstand spielen. Acht Wochen dauert das Training, dann folgt der reale Einsatz. Dort wird quasi die Ausbildung fortgesetzt, weil im Training nicht jede Umgebung, auf die der Hund treffen wird, nachgestellt werden kann. Der Hund lebt dauerhaft bei seinem Hundeführer. Mit ungefähr zehn Jahren wird er dann außer Dienst gestellt. Frank Bachner

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