Sorge vor Tsunami : Chile bereitet Evakuierung der Osterinsel vor

Rund 3500 Kilometer westlich von Chile im pazifischen Ozean liegt die Osterinsel. Unsere brasilianische Austausch-Journalistin Denise Menchen berichtet, wie sich die Bewohner dort auf den drohenden Tsunami vorbereiten.

Denise Menchen

Die chilenische Osterinsel hat am diesen Freitag wegen des Seebebens vor der Küste Japans den Schulunterricht abgesagt. Ein Evakuierungsplan wird jetzt vorbereitet. Das berichtete die chilenische Zeitung „La Tercera“.

Laut der Zeitung ist es erwartet, dass die Wellen die Küste der Insel gegen 17.55 Uhr Ortszeit (23.55 Uhr in Deutschland) erreichen. Die Osterinsel liegt circa 3500 Kilometer westlich vor der chilenischen Küste im Pazifik.

Die Bürgermeisterin Luz Zasso Paoa rechnet damit, etwa 1000 Menschen in Sicherheit bringen zu müssen. Die Osterinsel hat rund 4000 Einwohner. Sie ist aber ein beliebtes Ziel für Touristen. Chiles Präsident Sebastián Piñera sagte, die Menschen aus den niedrig gelegenen Ortschaften könnten im Notfall zum Flughafengelände gebracht werden - dieser liegt mehr als 40 Meter über dem Meeresspiegel.

Piñera rief sein Volk zur Besonnenheit auf. Alle zwei Stunden werde die Regierung aktuelle Informationen über den Tsunami herausgeben.

Auch Peru und Ecuador haben Tsunamiwarnungen ausgerufen. Die Regierungen überwachen die Situation und hoffen so, rechtzeitig eingreifen zu können, falls nötig.

Der Präsident von Ecuador, Rafael Correa, hat einen 60-tägigen Ausnahmezustand und die Evakuierung der Galapagos-Insel und der Küstenstriche angeordnet. Laut der ecuadorianischen Zeitung „El Universo“ werden sich die Streitkräfte unterdessen um die Sicherheit der Bevölkerung kümmern.

Der Chef der peruanischen Zivilschutzbehörde schlug vor, dass die Einwohner der an der Küste liegenden Orte einen Rucksack mit Lebensmittel vorbereiten sollten.

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