Sorgerechtsstreit : "Chaotische" Zustände im Hause Spears

Während Britney Spears für ihr neues Album überraschend positive Kritiken erhält, hat sie vor Gericht einen erneuten Rückschlag hinnehmen müssen. Von einer Erziehungsberaterin erhielt sie eine vernichtende Beurteilung.

Spears
Britney Spears. -Foto: AFP

Los AngelesEin Gericht in Los Angeles entschied, dass Spears ihren einjährigen Sohn Jayden James und den zweijährigen Sean Preston zwei Mal pro Woche unter Aufsicht sehen darf, wie die auf Prominente spezialisierte Internetseite TMZ.com unter Berufung auf Gerichtsdokumente berichtete. Zeitgleich mit dem erneuten Rückschlag im juristischen Tauziehen um das Sorgerecht erntete Spears mit der Veröffentlichung ihrer neuen CD in den USA überraschend positive Kritiken.

Die Spears vom Gericht zugeteilte Erziehungsberaterin Lisa Hacker habe die Zustände in deren Haus als "chaotisch" bis "fast düster ohne jede Kommunikation" beschrieben. Spears liebe ihre Kinder, und diese seien ihr verbunden, doch sie spiele oder spreche nur selten mit ihnen. Offenbar gehe es ihr zu jeder Zeit mehr um ihre eigenen Wünsche als darum, was ihren Söhnen Freude mache. Zeitweise lasse sie die allgemein übliche Aufmerksamkeit vermissen, die Kinder benötigten. Am Ende von Hackers Bericht hieß es, solange die Sängerin sich die Folgen ihres Verhaltens und dessen Auswirkungen auf ihre Kinder nicht klar mache, sehe es nicht gut für sie aus.

Zweimal wöchentlich zum Drogentest

Laut dem Justizbeauftragten Scott Gordon hielt Spears die ersten drei Termine mit der Erziehungsberaterin nicht ein, bevor es schließlich eine Reihe von Treffen gegeben habe. Laut dem Urteil vom Dienstag muss Spears sich weiterhin zweimal wöchentlich einem Drogentest unterziehen. Erst wenn sie 60 Tage lang negativ getestet wurde, soll sie nur noch einmal pro Woche auf Drogenkonsum überprüft werden.

Das Gericht hatte der 25-jährigen Popmillionärin Anfang Oktober bis auf weiteres das Sorgerecht für ihre Söhne zugunsten ihres früheren Ehemanns Kevin Federline entzogen, weil sie keinen in Kalifornien gültigen Führerschein besaß und sich den Drogen- und Alkoholtests entzog. Ein kürzlich genehmigtes Besuchsrecht war ihr nach wenigen Tagen wieder entzogen worden.

Spears hatte in den vergangenen Monaten mit Drogengeschichten, exzessiven Partys und peinlichen Auftritten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Mit einem desaströsen Auftritt bei den MTV Video Music Awards im September schien das Ende ihrer Karriere besiegelt. Umso mehr überraschte die US-Presse mit teilweise euphorischen Kritiken über ihre neue CD "Blackout", die erste nach vier Jahren Pause. Spears "verliert sich freudig in ihrer Musik", stellte der Kritiker von "USA Today" fest. "Blackout" sei "pfiffig produziert", schrieb der "Philadelphia Inquirer". Weniger begeistert war ein Kritiker der "New York Daily News": Britneys Stimme sei teils so stark bearbeitet, dass sie nicht wie ein Mensch klinge. "Wenn eine aufblasbare Sex-Puppe singen könnte, würde sich das so anhören." (mit AFP)

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