Welt : Sozialbehörden in Bremen weisen Drogen in Kinderhaaren nach

Bremen - Mindestens fünf Kindern in Bremen sind von ihren Eltern möglicherweise harte Drogen wie Heroin und Kokain verabreicht worden. Sie alle lebten bislang bei ihren drogensüchtigen Eltern. „Die Vermutung liegt nahe, dass die Kinder mit den Drogen ruhiggestellt werden sollten“, sagte Petra Kodré, Sprecherin von Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter (SPD), am Mittwoch.

Mittlerweile seien die bis zu elf Jahre alten Kinder aus den Familien genommen worden. Unklar ist bislang, wie die Drogen in die Körper der Kinder gelangten. Die Fälle hätten sich bereits im Sommer ereignet, sagte die Sprecherin. Nachgewiesen werden konnten sie anhand von Haaranalysen. In zwei Fällen habe es sich um Kinder von Eltern gehandelt, die sich in Substitutionsprogrammen befänden. Die zuständigen Fallmanager der Sozialzentren hätten Verdacht geschöpft und die Analyse von Haarproben veranlasst. In den drei anderen Fällen habe eine Familienhelferin Alarm geschlagen. Weitere Fälle wollte die Sprecherin nicht ausschließen. Die Abfrage unter den einzelnen Sozialzentren liefe noch. dapd

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