Space Shuttles : Reise im Auslaufmodell

Washington - Es ist ein stark in die Jahre gekommenes Gefährt, mit dem der deutsche Astronaut Thomas Reiter am Samstag ins All starten soll. Die Space Shuttles der Nasa sind bereits seit 25 Jahren in Betrieb und sollen 2010 ausrangiert werden, um dann 2014 von einem neuen Raumtransporter mit dem Namen "Crew Exploration Vehicle" abgelöst werden. In den kommenden vier Jahren sind die Shuttles für die internationale Raumfahrt aber noch unverzichtbar: Insgesamt 16 Versorgungsflüge sollen sie noch zur Internationalen Raumstation ISS fliegen, damit dort die Bauarbeiten zum Abschluss gebracht werden können.

Beim Start wird die Raumfähre von einem 47 Meter hohen Außentank und zwei Feststoffraketen, den "Boostern", flankiert. Die Booster geben dem Shuttle den nötigen Schub. Sie lösen sich zwei Minuten nach dem Start von dem Orbiter und segeln an Fallschirmen in den Atlantik, wo sie aufgefischt werden. Der Außentank wiederum sorgt dafür, dass der gigantische Treibstoffbedarf der Fähre in der Startphase erfüllt wird - sie verschlingt rund 300.000 Liter pro Minute. Der Tank ist nach etwa acht Minuten leer und wird abgeworfen. Er verglüht dann in der Atmosphäre. Für die Landung bedarf der Shuttle dann aber keiner externen Hilfen. Wie ein Flugzeug setzt der Raumgleiter auf einer Landebahn auf. (tso/AFP)

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