Welt : Späte Vaterschaft birgt Risiken für den Nachwuchs

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Washington - Auch die Qualität des männlichen Samens leidet unter dem Alter. Eine Untersuchung von US-Forschern räumt jetzt mit dem Mythos auf, dass nur die späte Mutterschaft genetische Risiken für den Nachwuchs birgt. Männer gehen mit einer Vaterschaft im fortgeschrittenen Alter ebenfalls die Gefahr ein, ein Kind mit einer Erbkrankheit zu zeugen. Das berichtet das Team um Andrew Wyrobek vom Lawrence Livermore National Laboratory in kalifornischen Livermore in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) vom Dienstag.

Das Ergebnis basiert auf einer Samenuntersuchung von 97 gesunden, nicht rauchenden Männern im Alter von 22 bis 80 Jahren. Am häufigsten fanden die Forscher im Sperma älterer Männer eine Genmutation, die zu Achondroplasie, einer gestörten Knorpelbildung, und damit zu Zwergenwuchs führt. Darüber hinaus ist der Nachwuchs betagter Väter stärker gefährdet, unter dem Apert- Syndrom zu leiden, das sich in Gesichtsdeformierungen, einem so genannten Turmkopf, fehlgeformten Fingern (Löffelhände) und Zehen sowie geistiger Behinderung äußert. Außerdem sind ältere Männer der Studie zufolge zunehmend infertil.

Dagegen äußert sich die nachlassende Samenqualität nicht, wie von den Eizellen älterer Frauen bekannt, in einem erhöhten Risiko zu Nachwuchs mit dem Down-Syndrom, auch Trisomie 21 genannt. dpa

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