Welt : Spielen gegen die Parteilinie

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Berlin (sag). Gewalt in Computer- und Videospielen gehört verboten, so fordert es die Führung von CDU und CSU. Doch selbst in der Union scheint dies keineswegs einhellige Meinung zu sein. Im Kreis Birkenfeld veranstaltet die Junge Union trotz aller Kritik an diesem Wochenende eine Netzwerkparty mit 200 Teilnehmern. Mit auf dem Programm: der Ego-Shooter „Counterstrike“. Bei diesem Spiel kämpft ein Team von Elitesoldaten gegen eine Terroristengruppe, entsprechende Kampfhandlungen eingeschlossen. Oliver Glöckner, der dortige JU-Vorsitzende, verteidigt die Veranstaltung: Solche Spiele könnten nicht für Erfurt verantwortlich gemacht werden. „Die Gründe hierfür liegen tiefer und sind im sozialen Umfeld zu suchen.“ Damit liegt er auf Linie der Jungen Union. Deren Bundesvorstand Daniel Walther hat der Spielezeitschrift „Gamestar“ wenige Tage vor Erfurt gesagt: „Ich kann bei Counterstrike keine Gefährdung erkennen.“

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