• "Sprung aus dem All" erst 2013?: Baumgartner muss Rekordversuch zum dritten Mal verschieben

"Sprung aus dem All" erst 2013? : Baumgartner muss Rekordversuch zum dritten Mal verschieben

Der spektakuläre Sprung aus der Stratosphäre am Donnerstag ist abgesagt worden. Wegen starker Windböen kann der Heliumballon, mit dem der Extremsportler Felix Baumgartner in 37 Kilometer Höhe aufsteigen wollte, nicht starten.

Der "Furchtlose Felix" muss sich noch weiter gedulden: Wegen des schlechten Wetters kann der Extremsportler seinen Weltrekordversuch nicht wagen.
Der "Furchtlose Felix" muss sich noch weiter gedulden: Wegen des schlechten Wetters kann der Extremsportler seinen...Foto: AFP

Schon zum dritten Mal macht das Wetter dem „Furchtlosen Felix“ bei seinem Rekordversuch einen Strich durch die Rechnung. Wegen eines Tiefdruckgebiets mit etwas zu starken Winden sei der für Donnerstag geplante Start von Felix Baumgartner zu riskant, entschied sein Team am Mittwoch. Der 43-jährige Österreicher möchte über der Wüste des US-Staates New Mexico mit einem Spezialballon aufsteigen, um in fast 37 Kilometern Höhe abzuspringen. Bei seinem lebensgefährlichen Sprung plant er, im freien Fall die Schallmauer zu durchbrechen.

Ursprünglich war der Start für Montag angesetzt, wurde aber wegen schlechten Wetters gar nicht erst vorbereitet. Am Dienstag wurde ein Startversuch dann abgebrochen, weil Böen den Ballon auf den Boden gedrückt hatten. Das Risiko, dass die extrem dünne Ballonhülle dabei beschädigt werden könnte, war dem Team zu hoch. Der Extremsportler saß bereits in seiner Spezialkapsel, als das Kommandozentrum die Entscheidung fällte. Zuvor hatte der Wind bereits für mehrstündige Verzögerung gesorgt. Der beim Start fast 170 Meter hohe Heliumballon, der die Kapsel tragen soll, ist so dünn, dass er nur abheben kann, wenn die Windgeschwindigkeit unter 3,2 Kilometern pro Stunde liegt.

Der Probesprung aus 29 Kilometern Höhe
Felix Baumgartner und sein spektakulärer Sprung aus 29 km Höhe.Weitere Bilder anzeigen
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26.07.2012 15:14Felix Baumgartner und sein spektakulärer Sprung aus 29 km Höhe.

Fast drei Stunden dauert der Aufstieg in dem geplanten Stunt. Baumgartner wird dann mehr als dreimal höher sein als ein Passagierjet auf üblicher Reiseflughöhe. In der Stratosphäre wird um den Extremsportler herum ein Vakuum herrschen, es gibt so gut wie keinen Sauerstoff, der Luftdruck beträgt weniger als ein Prozent im Vergleich zur Erdoberfläche. Geplant ist, nach dem Absprung innerhalb einer halben Minute in einer Höhe von etwa 30.480 Metern Schallgeschwindigkeit zu erreichen. Dabei fällt Baumgartner in einer Sekunde 308 Meter. Danach soll er in der zunehmend dichteren Erdatmosphäre langsamer werden.

Der Sprung ist äußerst gefährlich: Erblindung, Genickbruch, Blutgerinnsel oder Ohnmacht könnten für Baumgartner zu einem fatalen Ende führen. Der ehemalige Fallschirmjäger sagte am Mittwoch, er sei weiterhin bereit für den Sprung aus der Stratosphäre. Ein Meteorologe des Teams sagte einem Reporter des Sponsors: „Wir warten auf einen besseren Tag, ab Sonntag oder Montag werden die Wetterbedingungen günstiger.“ (dapd)

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