Welt : Staatsbesuch mit Motorrad: Heavy Rider

Bei seinem Besuch in Kuba entpuppte sich der belgische Außenminister Louis Michel als Motorrad-Enthusiast. Ohne den Anzug abzulegen, bestieg er nach einem Termin im Wirtschaftsministerium in Havanna ein grünes Motorrad der Marke Harley-Davidson - und sorgte für Verwirrung im Protokoll. Mit Polizei-Eskorte und von seinem kubanischen Minister-Kollegen im Auto gefolgt, legte Michel dann auf Havannas Küstenstraße acht Kilometer zurück. In der Altstadt wechselte er anschließend lächelnd in eine Pferdekutsche und ließ sich die Sehenswürdigkeiten zeigen, bevor er am Abend Kubas Staatschef Fidel Castro traf. Das politische Geschäft kam nicht zu kurz. Michel wollte sich auf Kuba für eine "schnellstmögliche Wiederaufnahme des politischen Dialogs" zwischen der Europäischen Union und dem kommunistischen Karibikstaat einsetzen. Die EU-Mitgliedsstaaten hatten sich 1996 auf eine gemeinsame Haltung gegenüber Kuba geeinigt. Darin machten die EU-Partner eine Zusammenarbeit mit Havanna von einer politischen Öffnung und der Achtung der Menschenrechte in dem Karibikstaat abhängig.

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