Welt : Steffi Graf: Ehemaliger Tennisstar wird Opfer von Aktien-Betrügern

Steffi Graf ist auf einen groß angelegten Aktienschwindel hereingefallen und hat nach US-Medienberichten in nur drei Monaten 1,2 Millionen Mark verloren. Ihr Manager Hans Engert bestätigte am Sonnabend in "Bild" Spekulations-Verluste. "Die Summe ist allerdings nicht so hoch", fügte er hinzu.

Unter den Betrügern, denen Graf zusammen mit Tausenden von anderen größeren und kleineren Investoren zum Opfer fiel, sind auch Angehörige der Mafia. Sie prellten die Aktienkäufer um insgesamt 110 Millionen Mark, sagte Scott Brown von der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft der dpa am Freitagabend.

Die "New York Post" hatte am späten Abend in ihrer Online-Ausgabe berichtet, außer Steffi Graf gehöre auch der bekannte Football-Spieler Brian Cox zu den Opfern des Aktienbetrugs. Dem Bericht zufolge saß Graf dem Anlageberater Howard Weinstein in Long Island unweit von New York auf, der seine Geschäfte über das Stratton Oakmont machte. Dieses Unternehmen war laut der Zeitung bereits Ende der 90er Jahre einmal wegen seiner Beziehungen zur Mafia geschlossen worden.

Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eliot Spitzer beschrieb den Schwindel, dem Steffi Graf anheim fiel, als "pump and dump". Das heißt, dass die Betrüger die Preise bestimmter Aktien künstlich in die Höhe "pumpten" und selbst Millionen von Dollar durch ihren Verkauf einsteckten. Wenn dann die Preise wieder fielen, blieben den Investoren nichts als wertlose Papiere, erläuterte Spitzer.

Das FBI ermittelte nach Angaben der Staatsanwaltschaft insgesamt drei Jahre in dieser Sache und nahm am Donnerstag 20 mutmaßliche Gangster fest.

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