Welt : STORNO

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Ein Urlaub in Florida kann wegen des Hurrikans „Frances“ kostenlos

storniert werden. Nach Ende des Sturms berechtigen die Schäden in der Region aber nicht automatisch zum

Reiserücktritt. „Weil sich die Gefahr konkret verdichtet hat, reicht das jetzt als Grund für die kostenlose Stornierung aus“, sagte Rochus Strangfeld von der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht. Es müsse nicht erst zu Schäden am Urlaubsort kommen. Nach dem Sturm entscheiden aber die Umstände vor Ort, ob ein Urlaub kostenlos storniert werden kann, so der Rechtsanwalt in Berlin.

Abgesehen vom Stornorecht muss der Reiseveranstalter im Fall einer Naturkatastrophe wie einem Hurrikan die Urlauber vom Urlaubsort zurückbringen. „Falls dies noch möglich ist“, sagt Tobias Jüngert, Sprecher des Deutschen Reisebüro- und Reiseveranstalter Verbands (DRV) in Berlin. Bei einem Abbruch der Reise müsse der Veranstalter aber nur die Kosten für den Teil der Reise zurückerstatten, der ausgefallen ist. „Erbrachte Leistungen müssen bezahlt werden.“

RUNDREISEROUTEN ÄNDERN

Weil in den USA vor allem Rundreisen unternommen werden, lässt sich aber Jüngert zufolge oft eine Lösung vor Ort finden: „Der Urlauber kann seinen Reiseveranstalter unter einer Servicenummer erreichen, der teilt ihm dann gegebenenfalls eine andere Route mit und bucht Hotels um.“ In der Regel werde auch der Reiseveranstalter eine Umbuchung dem Urlaubsabbruch vorziehen.

SCHÄDEN PRÜFEN

Wer erst in den kommenden Wochen einen Urlaub in den betroffenen Gebieten in Florida oder der Dominikanischen Republik plant, kann aber nicht einfach von der Reise zurücktreten. „Kleinere Schäden am Hotel zum Beispiel können ein Minderungs- aber kein Stornogrund sein“, sagt Reiserechtsexperte Strangfeld. Die Schäden am Ort müssten genau geprüft werden. Urlauber sollten sich mit ihrem Reiseveranstalter in

Verbindung setzen und sich über die Schäden informieren. dpa

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