Streit um Wal-Abschuss : Umweltschützer von Walfängern beschossen

Der Streit um den "wissenschaftlichen" Fang von Walen in der Antarktis droht zu eskalieren. Bei einer Aktion gegen japanische Walfänger wurden australische Umweltschützer beschossen. Sie hatten vor einigen Tagen Stinkbomben auf das Walfangschiff geschleudert.

Walfang
Umstritten: Walfang in der Antarktis zu "wissenschaftlichen" Zwecken. -Foto: AFP

Der Kapitän des Bootes der Umweltschützer bekam einen Schuss ab. Das Geschoss sei in seiner kugelsichereren Weste stecken geblieben, erklärte Kapitän Paul Watson von der Umweltschutzgruppe Seas Shepherd (Hirte der Meere) am Freitag. Ein weiterer Aktivist sei durch eine "Blendgranate" verletzt worden, die von einem japanischen Walfangschiff abgefeuert worden sei. Der Bericht wurde von japanischer Seite nicht bestätigt.

Bei der Aktion hatten die Aktivisten nach eigenen Angaben Stinkbomben auf das Walfangschiff geworfen. Seas Shepherd protestiert gegen den geplanten Abschuss von rund 1000 Walen in der diesjährigen Walfangsaison. Im Januar hatte die Besatzung eines japanischen Walfängers zwei Aktivisten der Gruppe festgehalten, sie waren erst nach Vermittlung Australiens wieder freigekommen. Japan behauptet, die Wale zu rein wissenschaftlichen Zwecken abzuschießen. Das Fleisch der Tiere wird aber meist im Handel verkauft. (mhz/dpa)

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