Stromausfall in Toronto : Queen Elisabeth tappte im Dunkeln

Beim Staatsdinner mit der britischen Königin gingen die Lichter aus. Ein Stromausfall in Toronto legte die kanadische Metropole lahm - und löste Panik aus.

Da hatte die Queen noch Licht: Ein Stromausfall legte Toronto lahm.
Da hatte die Queen noch Licht: Ein Stromausfall legte Toronto lahm.

Eine Explosion in einem Umspannwerk hat in der kanadischen Metropole Toronto am Montagabend zu einem Stromausfall geführt - und dabei auch ein Staatsdinner mit der britischen Königin Elizabeth II. gestört. Der U-Bahnverkehr und die Ampelanlagen in der größten Stadt des Landes kamen während des Berufsverkehrs teilweise zum Erliegen. Nach Angaben des örtlichen Stromversorgers waren 250.000 Menschen zeitweilig ohne Strom.

Wie der Stromversorger Hydro One mitteilte, ereignete sich der Stromausfall um 16.42 Uhr Ortszeit und betraf auch die U-Bahnen, mehrere Pendlerzüge und die Ampelanlagen der Stadt.
Auslöser war demnach ein Feuer in einem Umspannwerk, dass kurze Zeit später gelöscht werden konnte. Rund vier Stunden nach Beginn des Blackouts später funktionierte die Stromversorgung wieder normal. Zum Zeitpunkt des Stromausfalls herrschten in Toronto Temperaturen von 34 Grad Celsius.

Der Stromausfall traf die kanadische Metropole mitten während des abendlichen Berufsverkehrs. „Die Leute waren gerade dabei, sich auf den Heimweg zu machen“, sagte der 40-jährige Geschäftsmann Falik Raja der Nachrichtenagentur AFP. „Es brach Panik aus, weil viele Menschen in Hochhäusern arbeiteten und die Fahrstühle ausfielen.“ Auf den Straßen hätten tausende Autofahrer festgesteckt. Der Fernsehsender CBC berichtete, dass die Feuerwehr zahlreiche Menschen aus feststeckenden Aufzügen retten musste.

Im Zentrum der Stadt wurde durch den Stromausfall ein Staatsdinner mit der britischen Königin Elizabeth II. gestört. Das Hotel „Royal York“, in dem das Abendessen mit dem kanadischen Premierminister Stephen Harper geplant war, lag wegen des Stromausfalls im Dunkeln. Die britische Queen, die auch das offizielle Staatsoberhaupt Kanadas ist, ist seit Montag vergangener Woche zu einem neuntägigen Staatsbesuch in Kanada. Mit einer Stunde Verspätung konnte das Staatsdinner schließlich stattfinden.

Zuletzt war die die kanadische Stadt Toronto im Jahr 2003 von einem Stromausfall betroffen. Damals hatte der größte Blackout in der Geschichte Nordamerikas nacheinander große Teile der nordöstlichen USA und des südöstlichen Kanadas lahmgelegt.

Insgesamt waren schätzungsweise 50 Millionen Menschen unter anderem in den Metropolen New York, Detroit und Toronto von dem Stromausfall betroffen. AFP

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