Studie : Krebskrankheiten durch Asse-Strahlung nicht nachweisbar

07.02.2012 12:13 Uhr
Das marode Atommüllager Asse ist in der Umweltpolitik ein Dauerthema. Foto: dpa
Das marode Atommüllager Asse ist in der Umweltpolitik ein Dauerthema. - Foto: dpa

Update Laut einer Untersuchung des Bundesamts für Strahlenschutz erhöht die Strahlenbelastung im Atommüllager Asse nicht das Krebsrisiko der Mitarbeiter. Die Annahme einiger erkrankter Ex-Mitarbeiter scheint damit widerlegt.

Bei ehemaligen und den derzeit Beschäftigten des Atommülllagers Asse könnten keine Krebserkrankungen infolge von radioaktiver Strahlung bei der Arbeit nachgewiesen werden, teilte die Behörde am Dienstag mit. „Ihre individuelle Strahlenbelastung durch ihre Tätigkeit in der Asse war zu gering, als dass nach dem Stand der Wissenschaft dadurch nachweisbar Krebserkrankungen ausgelöst werden konnten“, sagte ein BfS-Sprecher. Allerdings lasse sich nach wie vor nicht ausschließen, dass es bei denjenigen Beschäftigten, die das Angebot einer individuellen Auswertung nicht genutzt hätten, zu höheren Strahlenbelastungen gekommen sei.

Damit würden die Ergebnisse des ersten Teils der Erhebung bestätigt, fügte der Sprecher hinzu.

In dieser ersten Phase hatte das BfS die Mess- und Beschäftigungsdaten des früheren Asse-Betreibers Helmholtz Zentrum München für die etwa 700 von 1967 bis 2008 in der Asse beschäftigten Personen ausgewertet.

Im ersten Teil des Gesundheitsmonitorings hatte das BfS für die Beschäftigten die sogenannte effektive Dosis der Strahlung in Millisievert (mSv) berechnet. In diesen Wert flossen die äußere Strahlung aus der Umgebung oder durch Radionuklide auf der Haut sowie die innere Belastung durch Einatmen und Verschlucken ein.

In der nun beendeten zweiten Phase des Monitorings konnten die Mitarbeiter beim BfS ihre persönliche Strahlenbelastung abschätzen und ein mögliches Erkrankungsrisiko bewerten lassen. 33 der insgesamt knapp 700 im Gesundheitsmonitoring berücksichtigten Mitarbeiter machten von dem Angebot Gebrauch. 22 von ihnen füllten den für die Abschätzung notwendigen Fragenbogen aus. Darunter waren nach BfS-Angaben auch Personen, die bereits in der Einlagerungsphase in der Asse gearbeitet hatten.

Vor drei Jahren hatten mehrere ehemalige Asse-Mitarbeiter ihre Krebserkrankung auf Tätigkeiten im Bergwerk zurückgeführt. Daraufhin hatte das BfS das Gesundheitsmonitoring gestartet. (dapd)

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