Welt : Stürme wüten in den Tropen

rtr/epd

Auf den Philippinen sind durch den Taifun "Lingling" am Mittwoch offiziellen Angaben zufolge mindestens 60 Menschen ums Leben gekommen. Bei Überschwemmungen auf der Ferieninsel Camiguin sind mindestens 54 Menschen ertrunken oder von umstürzenden Bäumen erschlagen worden. Die Armee spricht von 110 Vermissten. Sieben Menschen starben auf den zentralphilippinischen Inseln Negros und Cebu. Der Taifun erreichte eine Windstärke von bis zu 90 Stundenkilometern. Der Sturm bewegt sich weiter Richtung Westen. "Wir befürchten, dass die Zahl der Toten steigen wird, sobald wir von weiteren betroffenen Gegenden benachrichtigt werden", sagte der Gouverneur von Camiguin.

Auch Kuba kämpft mit den Folgen eines Wirbelsturms. Der Hurrikan "Michelle" fegte von Sonntagabend bis Montagmorgen (Ortszeit) über die Insel. Es war der schwerste Hurrikan seit 1944. Nach einer ersten Übersicht der Regierung gab es bisher fünf Todesopfer. Mehrere tausend Häuser wurden beschädigt oder zerstört, die Telefonleitungen und das Stromnetz in weiten Teilen lahmgelegt. Der kommunistische Staats- und Parteichef Fidel Castro gestand im Fernsehen ein, dass etwa fünf der rund elf Millionen Kubaner vorübergehend Engpässe in der Lebensmittelversorgung in Kauf nehmen müssten. Als Grund nannte er, dass die meisten Privatpflanzungen für den Eigenbedarf durch den Sturm vernichtet worden seien. Das Land verfüge aber über genügend Reserven, um sich zu erholen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben