Suche ergebnislos : Flug MH370 – das Rätsel bleibt

Die Suche nach dem Wrack des Malaysia-Airlines-Fluges MH370 brachte bisher kein Ergebnis. Jetzt wird wieder darüber spekuliert, dass die Maschine doch irgendwo gelandet ist.

von
Das unbemannte Tauchboot Bluefin-21 wird präpariert. Foto: AFP
Das unbemannte Tauchboot Bluefin-21 wird präpariert.Foto: AFP

Knapp sieben Wochen nach dem mysteriösen Verschwinden des Malaysia-Airlines-Fluges MH370 steht die Suche nach der Boeing 777 und ihren 239 Insassen am Scheideweg. Nachdem weder auf dem Wasser noch am Meeresboden Wrackteile entdeckt werden konnten, müssen die zuständigen Behörden in den nächsten Tagen entscheiden, wie es weitergehen soll.

Am Donnerstag hatte das unbemannte Tauchboot Bluefin-21 in 4500 Metern Tiefe rund 90 Prozent des vorgegebenen Bereiches abgesucht. Er erstreckt sich in einem Radius von zehn Kilometern um den Punkt, an dem am 5. April das zweite von insgesamt vier Funksignalen geortet wurde, die vom Flugdatenschreiber stammen könnten. Parallel dazu wurde die Suche nach auf dem Wasser treibenden Wrackteilen auf einer knapp 50 000 Quadratkilometer großen Fläche nordwestlich der australischen Stadt Perth mit elf Flugzeugen und elf Schiffen ergebnislos fortgesetzt. Auch ein in Westaustralien angeschwemmtes Metallstück stammte nicht von der Boeing.

Die Suche konzentriert sich seit Mitte März auf diesen entlegenen Bereich des Indischen Ozeans. Allein aufgrund von Satellitendaten sowie den Leistungsparametern und dem Treibstoffvorrat des Flugzeuges war ein 700 Kilometer langer und 80 Kilometer breiter Korridor errechnet worden, in dem die Boeing ins Meer gestürzt sein könnte. An einem Beweis für den Absturz der Maschine mangelt es weiterhin. Fest steht nur, dass das Flugzeug auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking vor der malaysischen Ostküste vom Zivilradar verschwand, wendete und nahe Penang auch vom Militärradar verloren wurde.

Flug MH370: größte Suchaktion in der Luftfahrtgeschichte

Danach begann die bisher größte Suchaktion in der Luftfahrtgeschichte. Experten schätzen, dass die Gesamtkosten bisher bereits bei mehr als 100 Millionen US-Dollar (rund 72 Millionen Euro) liegen. Die Tatsache, dass bisher nichts gefunden wurde, hat neue Spekulationen geschürt. Es sei nicht völlig auszuschließen, dass die Maschine doch irgendwo gelandet ist und verborgen wird, berichtete die Zeitung „New Straits Times“ und verwies auf Kreise um das internationale Ermittlerteam. Australiens Premierminister Tony Abbott betonte, dass es dafür keinerlei Anhaltspunkte gibt.

Die Angehörigen warten indessen weiter auf Klarheit über das Schicksal der 239 Insassen. Dennoch müssen die Behörden bald entscheiden, was geschieht, wenn die bisherige Suchaktion erfolglos abgebrochen wird. Eine Möglichkeit wäre der Einsatz weiterer unbemannter U-Boote mit noch größerer Tauchtiefe – doch wo genau soll man sie einsetzen? Fest steht, dass die Suche nicht aufgegeben wird, versicherte Malaysias Verkehrsminister Hussein. Und Premier Abbott sagte: „Australien wird nicht aufhören, bevor wir nicht alles Menschenmögliche getan haben, um diesem Rätsel auf den Grund zu gehen.“

Autor

3 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben