Suche nach Eltern : Baby auf Toilette am Flughafen München gefunden

Laut Polizei hat eine Frau auf einer Toilette des Parkhauses am Münchener Flughafen ein Kind zur Welt gebracht und das Mädchen dort ausgesetzt.

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Ein Polizeiabsperrband hängt am Donnerstag am Flughafen München vor einer Toilette. Hier war zuvor ein Neugeborenes entdeckt worden. Die Kriminalpolizei vermutet, dass die Frau das Kind auf der Toilette zur Welt brachte und dort zurückließ.
Ein Polizeiabsperrband hängt am Donnerstag am Flughafen München vor einer Toilette. Hier war zuvor ein Neugeborenes entdeckt...Foto: dpa

Auf der Toilette eines Parkhauses am Münchner Flughafen ist ein Neugeborenes gefunden worden. Eine Frau hatte das neugeborene Mädchen gegen 15.15 Uhr auf der Damentoilette gefunden und die Polizei alarmiert. Das Baby wurde mit einem Hubschrauber in eine Münchner Klinik geflogen.

Die Beamten leiteten eine Fahndung ein, doch auch am Freitag fehlte von der Mutter weiterhin jeden Spur. Auch zum Vater gibt es bisher keine Hinweise. Am Donnerstag hatte es Verzögerungen im S-Bahn-Verkehr gegeben, da Beamte Züge anhielten, um nach der Mutter des Neugeborenen zu suchen. Der Bereich rund um den Fundort wurde abgesperrt, mehr als 40 Polizisten fahndeten dort und in beiden Terminals nach der Mutter. Einschränkungen im Flugverkehr gab es nicht.

Am Freitag sagte die Pressestelle der Polizei München, das Kind habe "gute Überlebenschancen". Weitere Angaben dürften nicht gemacht werden. Die Beamten gehen davon aus, dass die Frau das Baby in Parkhaus, vermutlich auf der Toilette, zur Welt gebracht und dort zurückgelassen hat. "Die Gesamtsituation deutete auf eine gerade erfolgte Geburt hin."

Die Polizei prüft auch, ob die Mutter womöglich von Überwachungskameras aufgenommen worden ist. Der Flughafen und das Parkhaus sind videoüberwacht. Es ist noch unklar, wie eine Frau ein Kind gebären konnte, ohne dass dies jemandem aufgefallen war. Die Toilette befindet sich im Großparkhaus P 20 beim Terminal 2. Hier gibt es etwa 7000 Stellplätze, die Anlage ist stark frequentiert. Derzeit wird gegen die Mutter wegen des Verdachts auf Aussetzung ermittelt. "Bild.de" zufolge nahm ein Spürhund die Fährte auf. Diese endete an einem Taxistand. Es kann zudem auch nicht ausgeschlossen werden, dass die Frau ein Flugticket besaß und sich bereits außerhalb Deutschlands befindet. Die Beamten ermitteln auch in diese Richtung.

Die Kriminalpolizei Erding bittet um Hinweise aus der Bevölkerung: Tel. 08122 / 968-0 oder 089/ 979-0 (Flughafenpolizei).

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