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Südafrikas Ex-Präsident mit Lungenentzündung : Nelson Mandela reagiert positiv auf Behandlung

29.03.2013 14:13 Uhr
Nelson Mandela: Die Ikone der Anti-Apartheids-Bewegung in Südafrika. Foto: dpaBild vergrößern
Nelson Mandela: Die Ikone der Anti-Apartheids-Bewegung in Südafrika. - Foto: dpa

UpdateSüdafrikas Ex-Präsident Nelson Mandela ist erneut wegen einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht werden. Inzwischen gibt es aber Zeichen der Besserung. Schon im Dezember war er 18 Tage in der Klinik.

Der an einer Lungenentzündung erkrankte ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela reagiert nach Angaben der Präsidentschaft des Landes positiv auf die Behandlung im Krankenhaus. „Die Ärzte haben uns informiert, dass Ex-Präsident Nelson Mandela positiv auf die Behandlung reagiert hat“, erklärte das Präsidialbüro in Pretoria am Donnerstag auf seiner Internetseite. Mandela war in der Nacht zum Donnerstag wegen der neuerlichen Lungenentzündung in eine Klinik eingeliefert worden, deren Ort und Name geheim gehalten wurden.

Auch Präsidentensprecher Mac Maharaj lies verlauten, Mandela habe am Freitag ausgiebig gefrühstückt und sei „guter Dinge“. Der 94-Jährige werde zunächst weiterhin in der Klinik bleiben.

„Wir rufen die Bevölkerung Südafrikas und die Welt dazu auf, für unseren geliebten Madiba und seine Familie zu beten“, sagte Präsident Jacob Zuma, der Mandela häufig bei seinem Clannamen nennt. Dem britischen Sender BBC sagte Zuma später, Südafrika solle nicht in Panik verfallen, Mandela gehe es gut. US-Präsident Barack Obama äußerte sich „sehr besorgt“ über Mandelas Zustand. Mandela sei ein „Held für uns alle“, und er habe „alles“ für das südafrikanische Volk gegeben, sagte Obama bei einem Treffen im Weißen Haus mit den Präsidenten von Sierra Leone, Senegal und Malawi sowie dem Regierungschef von Kap Verde. „Wir denken an ihn und seine Familie und beten für ihn.“

Anfang des Monats war die Ikone der südafrikanischen Anti-Apartheid-Bewegung kurzzeitig für Routine-Untersuchungen in einem Krankenhaus in Pretoria, konnte dann aber in sein Haus in Johannesburg zurückkehren. Mandela hatte sich bereits im Dezember wegen einer Lungenentzündung behandeln lassen müssen.

Damals wurden während des 18-tägigen Klinikaufenthaltes bei Mandela außerdem mehrere Gallensteine entfernt. Kurz nach Heiligabend wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Anschließend hieß es, Mandela habe sich gut erholt.

Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheid-Regime verbrachte Mandela 27 Jahre im Gefängnis und kam erst 1990 frei. 1993 wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Von 1994 bis 1999 war Mandela der erste schwarze Präsident Südafrikas.

Mandelas Gesundheitsprobleme sind zum Teil auf die langen Jahre der Haft zurückzuführen. 1988 wurde er mit einer schweren Lungenerkrankung in ein Krankenhaus in Stellenbosch bei Kapstadt eingeliefert. Die Erkrankung wurde offensichtlich durch die Feuchtigkeit in seiner Gefängniszelle ausgelöst. Die Ärzte diagnostizierten eine Tuberkulose und entfernten aus dem Brustraum zwei Liter Flüssigkeit. Insgesamt verbrachte Mandela damals sechs Wochen im Krankenhaus.
Über die Jahre wurde Mandela immer gebrechlicher. Im Jahr 2004 zog er sich endgültig aus Politik und öffentlichem Leben zurück, seit der Fußballweltmeisterschaft 2010 trat er nicht mehr vor die Öffentlichkeit. Ein Jahr später zog er sich in sein Heimatdorf Qunu zurück.
Fast 20 Jahre nach seinem Amtsantritt als erster schwarzer Präsident seines Landes gilt Mandela immer noch als Symbol für Südafrikas Einheit. „Er hält das Land zusammen“, sagt eine Einwohnerin von Durban, Kasturi Pandaram. Angesichts von wachsender Korruption, Kriminalität und Armut fürchte sie, „dass unser Land auseinanderbricht, wenn ihm etwas zustößt“. (AFP)


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