Südkorea : Krebs-Schnüffel-Hunde geklont

Hündin Marine hat eine besondere Begabung: Die Retriever-Dame kann bei Menschen Krebs erschnüffeln - in einem sehr frühen und damit auch behandelbaren Stadium. Doch Marine kann keine Junge bekommen. Deshalb hat eine südkoreanische Firma jetzt aus dem Erbmaterial der Hündin vier Krebs-Schnüffel-Welpen geklont.

Klon-Hunde
Geklonte Hundebabys: Die Welpen sollen bald zu Krebs-Schnüffel-Hunden ausgebildet werden. -Quelle: RNL Bio

SeoulEine südkoreanische Firma hat vier Hunde geklont, die Krebs an Menschen erschnüffeln sollen. Die vier schwarzen Retriever wurden im vergangenen Monat geboren und stammen von der Hündin Marine ab, die in Japan trainiert wurde, um Krebspatienten am Geruch zu erkennen. Das teilte die Firma RNL Bio am Montag in Seoul mit. Auftrageber ist eine Stammzellen-Firma in Japan. Marine selbst kann keine Jungen auf die Welt bringen - ihr wurde bei einer Operation die Gebärmutter entfernt.

Die geklonten Hündchen, die die identische DNA wie ihre Mutter haben, sollen dann im Alter von drei Monaten nach Japan zur Krebs-Schnüffel-Ausbildung geschickt werden. Die Forscher dort erhoffen sich, dass die Klon-Hunde sich genetisch viel besser für die Ausbildung eignen, als willkürlich ausgewählte Hunde. Zwei der Hündchen sollen anschließend verkauft werden. In vielen Ländern wird derzeit geforscht, warum Hunde Lungen-, Brust-, Prostata- oder Hautkrebs in einem frühen und behandelbaren Stadium erschnüffeln können. Forscher gehen davon aus, dass Krebszellen einen bestimmten Geruch entwickeln, den gesunde Zellen nicht haben. Dieser kann dann im Urin festgestellt werden. (jam/AFP)

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