Südwestchina : Leiche bei Suche nach US-Bergsteigern gefunden

Bei der Suche nach zwei vermissten amerikanischen Bergsteigern in Südwestchina ist eine verschneite Leiche entdeckt worden. Die beiden gelten als vermisst, seit sie am 7. Dezember ihren Rückflug in die USA verpasst hatten.

Peking - Wie die Bergsteigervereinigung der Provinz Sichuan mitteilte, ist die Identität noch nicht geklärt. Bei der Leiche in 5300 Meter Höhe am Berg Genyen sei moderne Bergsteigerausrüstung gefunden worden. Die beiden erfahrenen US-Bergsteiger Charlie Fowler und Christine Boskoff hätten am 12. November am Kloster Lenggu am Genyen campiert. Sie hätten vier Tage später zurückkommen wollen. In den folgenden zwei Tagen habe es 23 Zentimeter Neuschnee gegeben.

"Als erstes müssen wir jetzt die Leiche identifizieren", sagte Liu Feng von der Bergsteigervereinigung. "Davon hängt ab, was wir als nächstes tun." Etwa 200 erfahrene Mitglieder der Suchmannschaften, darunter zwei amerikanische Experten, setzten ihre Suche unterdessen fort. Die US-Botschaft in Peking bestätigte, dass eine Leiche entdeckt, aber noch nicht geborgen worden sei.

Bei den vermissten Bergsteigern handelt es sich um den 52-jährigen Fowler, der seit 35 Jahren klettert. Seine Kollegin, die 35-jährige Boskoff, hat bereits den Mount Everest und fünf andere Gipfel über 7800 Meter Höhe erklommen. Der Genyen ist 6204 Meter hoch. (tso/dpa)

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