Suizid : US-Wissenschaftler versandte Milzbrandbriefe

Kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatte eine Reihe von tödlichen Milzbrandbriefen Amerikas Behörden zu schaffen gemacht. Nun soll sich der Verantwortliche umgebracht haben. Der Wissenschaftler hatte zuvor bei der Aufklärung der Fälle "mitgeholfen".

WashingtonEin verdächtiger US-Wissenschaftler, der Selbstmord begangen hat, soll nach Erkenntnissen der US-Behörden tatsächlich für die tödliche Versendung von Milzbrandbriefen verantwortlich gewesen sein. "Nach allen Erkenntnissen, die wir gegen ihn gesammelt haben, sind wir überzeugt, dass Dr. Bruce Ivins die einzige verantwortliche Person für diese Anschläge war", teilte US-Staatsanwalt Jeffrey Taylor am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit.

Der im Dienste der Regierung tätige Biowaffenexperte Ivins hatte in der vergangenen Woche Selbstmord begangen. Der 62-Jährige soll 2001 fünf Menschen durch die Versendung von Briefen mit Milzbrandbakterien getötet zu haben.

Ivins hatte die US-Bundespolizei FBI seinerzeit bei den Ermittlungen zur Aufklärung der Milzbrandanschläge unterstützt, die sich kurz nach den Anschlägen vom 11. September ereigneten. Dem Wissenschaftler, der seit 18 Jahren in einem Forschungslabor in Fort Detrick im US-Bundesstaat Maryland arbeitete, war einem Bericht der "Los Angeles Times" zufolge in jüngster Zeit der Zugang zu einigen sensiblen Bereichen an seinem Arbeitsplatz verwehrt worden. Freunde und Mitarbeiter des Wissenschaftlers sagten der Zeitung, Ivins sei depressiv gewesen und habe eine tödliche Überdosis von Medikamenten eingenommen. (mpr/AFP)

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