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Syrien : Mindestens fünf Tote bei Anschlag vor Moschee in Damaskus

Eine Explosion hat am Freitag die Innenstadt von Damaskus erschüttert, fünf Menschen starben, mindestens 20 wurden verletzt. In mehreren syrischen Städten hat es wieder Massenproteste gegeben.

Der Sprengsatz ist auf der der Moschee gegenüberliegenden Straßenseite gezündet worden. Unter den Opfern sind Zivilpersonen und Polizisten. Foto: dpa
Der Sprengsatz ist auf der der Moschee gegenüberliegenden Straßenseite gezündet worden. Unter den Opfern sind Zivilpersonen und...Foto: dpa

Ein Selbstmordattentäter hat am Freitag vor einer Moschee in Damaskus mindestens fünf Menschen mit in den Tod gerissen und 20 verletzt. Das berichtete das staatliche syrische Fernsehen. In mehreren syrischen Städten demonstrierten unterdessen Tausende gegen Präsident Baschar al-Assad; Ausgangspunkt der Kundgebungen waren meist Moscheen nach dem Mittagsgebet.

Der Anschlag wurde dem Fernsehen zufolge im Stadtteil Midan verübt, der Sprengsatz sei auf der der Moschee gegenüberliegenden Straßenseite gezündet worden. Unter den Opfern seien Zivilpersonen und Polizisten. Bei einem Anschlag im selben Stadtteil der Hauptstadt wurden im Januar 26 Menschen getötet und 63 verletzt.

Aktivisten berichteten unterdessen, dass in der nördlichen Stadt Aleppo, der Region Hama und der Provinz Idlib tausende Menschen gegen das syrische Regime auf die Straße gegangen seien.

Der Sondergesandte der Vereinten Nationen, Kofi Annan, hat versucht, die in 13 Monaten von einer Protestbewegung zu einer bewaffneten Auseinandersetzung eskalierte Lage mit einem Friedensplan zu beruhigen. Bisher bezogen 15 UN-Beobachter in Protesthochburgen Stellung, die in Annans Plan vorgesehene Waffenruhe wurde aber dennoch weitgehend ignoriert. In den kommenden Tagen sollen weitere UN-Beobachter in Syrien eintreffen, ihre Zahl soll auf 300 erhöht werden. (dapd)

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