Taifun : "Haitang" wandert westwärts

Der Taifun "Haitang" hat am Montag ein Chaos in in Taiwan ausgelöst. Fünf Menschen starben, knapp 30 wurden verletzt. Inzwischen wird der Taifun schwächer und erreicht China voraussichtlich nur noch als Zyklon.

Taipeh (18.07.2005, 17:00) - Der schwere Taifun «Haitang» ist am Montag über Taiwan hinweggefegt, hat das öffentliche Leben gelähmt und mehrere Menschen getötet. Mehr als eine Million Haushalte waren ohne Strom, Schulen, Behörden und Finanzmärkte wurden geschlossen. Der Flug- und der Bahnverkehr wurden eingestellt. Fünf Menschen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben, 29 wurden verletzt, ein Mensch galt noch als vermisst. Der Taifun hatte zeitweise Spitzengeschwindigkeiten bis zu 270 Kilometern pro Stunde erreicht.

Im Zentrum Taiwans löste der Taifun im Gebirge Steinschläge aus. Erdrutsche wurden befürchtet. Bei starkem Regen raste ein Auto ins Meer, der Fahrer blieb vermisst. Gemüse- und Obstplantangen wurden vernichtet und Schäden in Millionenhöhe verursacht.

«Haitang» hat nach Einschätzung von Meteorologen in Taiwan bereits einen großen Teil seiner Energie entfaltet und wird zum Zyklon abgeschwächt auf China treffen. Am Dienstagabend sei nur noch mit Spitzenböen von 110 Kilometern pro Stunde zu rechnen, sagte Stefan Külzer vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag.

Am Nachmittag bewegte sich der Sturm noch mit Spitzenböen von gut 230 Kilometern pro Stunde von Taiwan über das Meer Richtung Westen, in der Nacht sollte er nach Nordwesten weiterziehen und am Dienstag auf die chinesische Küste treffen. Die Geschwindigkeiten der Spitzenböen sollten dabei allmählich sinken.

In China wurden in Erwartung des Taifuns «Haitang» 600 000 Menschen im Südosten des Landes in Sicherheit gebracht. Starker Regen, hohe Wellen und heftige Böen waren auch dort jedoch bereits am Montag Vorboten des Sturmes. (tso)

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