Teheran : Zehntausende sträuben sich gegen Schleierpflicht

In der iranischen Hauptstadt Teheran revoltieren offenbar viele Frauen gegen die Kleidervorschriften des streng moslemischen Staates.

Teheran - Allein im vergangenen Monat seien in der Acht-Millionen-Metropole rund 64.000 Frauen wegen nachlässigen Anlegens ihres Kopftuchs verwarnt worden, teilte ein Polizeisprecher laut iranischen Presseberichten mit. Seit der islamischen Revolution im Jahr 1979 ist im Iran das Verhüllen mit einem Kopftuch für alle Frauen - egal welcher Nationalität und welcher Religionszugehörigkeit - Pflicht.

Das traditionelle Gewand religiöser Frauen im Iran ist der Tschador, ein langes schwarzes Tuch, das als Umhang um Kopf und Körper getragen wird und das nur Gesicht und Hände frei lässt. In den vergangenen Jahren wurde die Schleierpflicht insbesondere in größeren Städten von vielen Frauen lockerer gehandhabt. In bestimmten Vierteln Teherans bedecken viele Mädchen nur einen Teil ihres Haars mit einem Tuch und tragen lediglich ein über die Oberschenkel reichendes Hemd über ihrer Hose. (tso/AFP)

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