• Teures Telefon: Handy leert Urlaubskasse - Mobil telefonieren kann im Ausland das Doppelte kosten

Welt : Teures Telefon: Handy leert Urlaubskasse - Mobil telefonieren kann im Ausland das Doppelte kosten

Oliver Küch

Am Strand mit dem Handy in der Hand - das sieht zwar lässig aus, kann aber teuer werden. Selbst wenn man nur mit dem Urlaubsflirt zwei Handtücher weiter telefoniert. Viele sorglose Touristen informieren sich nur ungenügend über die Kosten des mobilen Ferienvergnügens und bereuen dies erst, wenn eine unerwartet hohe Handy-Telefonrechnung den Urlaubserinnerungen nachträglich einen bitteren Beigeschmack verleiht. Wer derlei Überraschungen von vorne herein vermeiden will, aber nicht auf sein Handy verzichten kann, der sollte schon vor dem Urlaub ein paar Kleinigkeiten beachten, die am Ende viel Geld sparen können.

Um im Ausland telefonieren zu können, braucht man nicht nur ein Dualbandhandy, sondern muss vorher beim jeweiligen Betreiber das sogenannte International Roaming für die SIM-Karte im Handy aktiviert werden (Rufnummern im Infokasten). Das allein kann manchmal schon ein knackiges Sümmchen kosten. Hat man das Handy so auslands-tauglich gemacht, dann gilt es besondere Gesprächsbedingungen zu beachten: Auch wer aus Deutschland angerufen wird, zahlt für das Gespräch. Denn das Handysystem schützt automatisch den Anrufer im Heimatland, der ja nicht wissen kann, wo der jeweilige Gesprächspartner sich aufhält. Also bezahlt der Daheimgebliebene nur die Kosten bis zur deutschen Landesgrenze, der Urlauber übernimmt automatisch den Rest.

Dennoch ist das Sich-anrufen-lassen meist billiger als selber zum mobilen Hörer zu greifen, denn eingehende Gespräche sind in der Regel teurer als ausgehende. Wer beispielsweise über D1 in Spanien angerufen wird, bezahlt pro Minute 1,30 Mark - wer von gleicher Stelle aus in Deutschland anruft zahlt hingegen 1,73. Die genauen Tarife sollte man vor dem Urlaub bei seinem Anbieter erfragen.

Um aber eine Verbindung nach Deutschland aufbauen zu können, muss stets die 0049 vorgewählt und die Null der Vorwahl weggelassen werden, was beim Handy auch durch +49 eingestellt werden kann. Wer alle Rufnummern derart verändert, muss dies auch nach dem Urlaub nicht rückgängig machen, denn die Nummern werden in Deutschland automatisch angepasst.

Besonders teuer kann einen die Mailbox zu stehen kommen. Bei Umleitungen zum Handy ins Ausland wird nämlich sofort die doppelte Gebühr fällig: Einmal für die Verbindung von der Mailbox zum Urlaubsort, und ein weiteres Mal für die Verbindung zurück zur Mailbox. Deshalb empfiehlt es sich vor Urlaubsbeginn entweder die Anrufe auf den Anrufbeantworter umzuleiten oder ganz auschalten. Hat man das alles beachtet und dass Handy klingelt im Urlaub, dann bleibt man auch besser cool am Pool.

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